#55 Der Wiedereinstieg beginnt vor dem ersten Arbeitstag - mit Franziska Gattringer
Shownotes
Jede dritte Arbeitnehmerin kehrt nach der Karenz nicht mehr in ihren alten Job zurück. Dabei beginnt ein gelungener Wiedereinstieg nicht erst am ersten Arbeitstag – sondern oft schon Monate davor.
In dieser Folge spricht Ines mit Franziska, Business Coach, Unternehmensberaterin und ehemalige Personalmanagerin. Franziska begleitet Mütter beim beruflichen Wiedereinstieg und hat im Rahmen einer Studie 254 Mütter zu den Kompetenzen befragt, die sie durch die Mutterschaft entwickelt haben.
Denn Elternschaft ist nicht nur eine berufliche Unterbrechung. Sie ist auch ein intensiver Lernraum.
Mütter lernen zu priorisieren, effizient zu arbeiten, Konflikte zu lösen, klarer zu kommunizieren und mit begrenzten Ressourcen umzugehen. Trotzdem werden diese Fähigkeiten im Berufsleben häufig nicht gesehen – oft auch deshalb, weil Frauen sie selbst für selbstverständlich halten.
Ines und Franziska sprechen darüber,
✨ wann Frauen beginnen sollten, ihren Wiedereinstieg vorzubereiten, ✨ warum Sichtbarkeit während der Karenz wichtig sein kann, ✨ wie der Kontakt zum Unternehmen gelingen kann, ohne sich selbst auszubeuten, ✨ welche Kompetenzen durch die Elternschaft entstehen, ✨ wie Mütter diese Fähigkeiten erkennen und benennen können, ✨ wie man selbstbewusst in ein Wiedereinstiegsgespräch geht, ✨ warum Teilzeit nicht automatisch weniger Verantwortung bedeutet ✨ und welche Verantwortung Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen jeweils tragen.
Franziskas Ansatz: reflektieren, benennen und sichtbar machen.
Denn: Mutterschaft hat dich kompetenter gemacht – nicht inkompetent.
Mehr über Franziska und ihre Angebote: https://www.gattringer-coaching.at/ https://www.linkedin.com/in/franziska-gattringer/
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Transkript anzeigen
00:00:01: Jede dritte Arbeitnehmerin kehrt nach der Querenz nicht wieder in den alten Job zurück.
00:00:06: Der Wiedereinstieg beginnt jedoch nicht wie ganz viele glauben am ersten Arbeitstag, er beginnt Monate davor und viele verpassen genau diesen Moment.
00:00:16: Heute rede ich deshalb mit jemanden die sagt Elternschaft ist kein Hindernis sondern der größte Lernraum den du je hattest Und?
00:00:25: Ich will auch ganz genau wissen ob das für jede Mutter gilt oder nur für die die es sich leisten können das laut zu sagen.
00:00:33: Willkommen bei Vereinbarkeit Next, dem Podcast für alle die sich fragen wie Karriere Kinder und berufliche Verantwortung zusammengehen.
00:00:41: Wir sind Ines & Susie zwei Gründerinnen, zwei Geschäftsführerinnen zwei Mütter, zwei Frauen mit unterschiedlichen Perspektiven.
00:00:49: Ich lebe in einer Two-Career Family
00:00:51: Und ich
00:00:52: bin erladenziehend.
00:00:53: Gemeinsam sprechen wir über echte Vereinbarkeits zwischen Führung, Familienalltag und Selbstfürsorge Ehrlich ungeschönt und ohne Filter und über die Strukturen, die uns fordern oder eben auch vielen.
00:01:05: Schön, dass ihr dabei seid!
00:01:09: Bevor wir loslegen habe ich noch eine kleine Herzensangelegenheit.
00:01:12: INNES ist für den Vereinbarkeit Jetzt-Abort im Kategorie Top Company Role Model nominiert.
00:01:19: Ausgezeichnet werden Menschen Unternehmen und Initiativen, die Vereinbarkeiten wirklich leben und neue Maßstäbe für moderne Arbeitswelten setzen.
00:01:27: Wenn ihr unseren Podcast nügt und in das Engagement für Vereinbarkeit unterstützen möchtet, freuen wir uns riesig wenn ihr beim Publikumswurting Tschüssi abstimmt.
00:01:36: Den Link findet ihr in den Schornots.
00:01:37: Danke von Herzen!
00:01:41: Hallo meine Lieben und herzlich willkommen bei einer neuen Folge Vereinbarkeit NEXT.
00:01:45: heute nur mit mir weil Susanne chillt irgendwo im Griechenland am Meer und am Pool und es sei ihr wahnsinnig vergönnt.
00:01:54: aber damit ich nicht ganz so einsampin Ihr wisst es ja, ich mag das gar nicht so gern wenn ich alleine eine Folge aufnimmt.
00:02:00: Deswegen habe ich mir heute jemanden eingeladen nämlich die Franziska.
00:02:04: Hallo liebe Franziska!
00:02:06: Hallo Ines vielen Dank für die Einladung!
00:02:09: Franziska du bist Business Coaching und Unternehmensberaterin und begleitest Mütter beim Wiedereinstieg und auf ihrem weiteren Karriereweg und dein Wissen kommt aus langjähriger Arbeit als Personalmanagerin Und du hast eine Studie erfasst zum Thema Mütterkompetenzen und das mit zweihundertvierundfünfzig Müttern.
00:02:28: Wahnsinn!
00:02:29: Genau, Gott sei Dank sind da so viele rumgekommen noch mitgemacht.
00:02:34: Voll schön ich bin richtig richtig gespannt über was wir heute alle sprechen, was du aus deiner Studie erzählst oder aus der Erfahrung als Coaching im Bereich Wiedereinstieg aber... Ich habe dich ja überreden können Die Susi und ich, wir starten ja immer mit unserem Vereinbarkeits-Pingpong.
00:02:52: Und da erzählen wir uns immer was in der letzten Woche vereinbar war, was war nicht vereinbar?
00:02:55: Wo gab es irgendwelche stolper Steinen im Bereich Familie, Beruf über einen Hut zu bekommen... ...und ich freue mich dass du das heute mit mir machst!
00:03:04: Weil du bist der Mutter von einem fünfjährigen Sohn.
00:03:08: Genau fast fünf Jahre.
00:03:09: Fünf?!
00:03:10: Im September
00:03:11: geht's.
00:03:13: Sehr fein, sehr fein.
00:03:14: Das spricht mitten im Kindergarten Zeitalter.
00:03:18: Genau.
00:03:18: Ja, nachdem ich ja selbst zwei solche kleinen Racker in einem ähnlichen Alter zu Hause habe war sie was da schon alles passieren kann erzähle ich auch gleich was heute schon alles passiert ist.
00:03:28: aber möchtest du starten?
00:03:29: Was war bei dir diese Woche vereinbar oder eben auch nicht?
00:03:34: Ich muss sagen die Woche war für mich sehr vereinbar weil erstens mal jetzt das kommt mir immer so komisch war das zu sagen kommen wir vor wie eine alte Oma.
00:03:43: Aber seit ich Mama bin, merke ich wirklich dass das Wetter auch so eine große Rolle spielt und jetzt ist es nicht mehr ganz zu heiß.
00:03:49: Das heißt wir können viel mehr Sachen machen.
00:03:51: mein Sohn schläft viel besser in der Nacht Ich schlafe besser in die Nacht Und ich merke dass echt die Woche ist einfach irgendwie entspannter weil bei diesen vierzig Grad ich echt merk waren wir irgendwie alle am Sand und es war einfach nur anstrengend.
00:04:05: und sein Pädagogis aus dem Urlaub zurück.
00:04:07: Das heisst er geht wahnsinnig gerne den Kindergarten.
00:04:09: Es gibt morgens keine verzweifelungs, ähm, fünfzehn Minuten.
00:04:16: Also ich muss sagen die Woche fühlt sich für mich richtig gut an.
00:04:20: Voll schön!
00:04:21: Ja, das ist gut.
00:04:22: Sehr fein, sehr fein.
00:04:24: Dann hab' ich zwei... Du kommst heute mit dem Positivbeispiel, dass natürlich auch eh auch easy-peasy möglich is'.
00:04:31: Ich komme aber mit zwei Beispielen mit heute.
00:04:34: Das erste ist heute in der Früh passiert nämlich wir waren ja verabredet auf eine bestimmte Uhrzeit Und ich habe da dann gleich geschrieben, hey können wir bitte zehn Minuten später starten?
00:04:45: Weil... Ich hab vergessen dass meine Kinder heute nicht pünktlich aus der Haus gehen weil sie einen Zahnarzt im Hinhaben und es war nicht... Also für uns waren die vor zwei auf fünfzehn Minuten heute.
00:04:55: Weil er gerne der Große drauf kommen ist, er muss heute röngten!
00:04:58: Und es gibt heute kein Zurück mehr und heute wird geröngt und Es war dann wirklich wirklich wirklich laut im Haus.
00:05:03: und deswegen habe ich gesagt halt bitte Lass uns schieben bis die beiden dann im Auto sind und auf dem Weg zum Zahnarz sind.
00:05:11: und ich bin wirklich dankbar, dass mein Mann das immer macht.
00:05:13: Und dass der Zahnarzt nicht meinen Mental-Load ist!
00:05:16: Und sehr gut!
00:05:19: Und die ganze letzte Woche war bei mir... also bei mir war es vereinbar für einen Jürgen, also für mein Mann vielleicht nicht ganz so weil mich hat eine Zecke gebissen.
00:05:29: Oh Gott!
00:05:30: Ich war wirklich ausgenockt und ich habe Boreoleose bekommen und ich war eine Woche lang oder eine halbe Woche lang hab ich haben wir alle nicht gewusst was los ist?
00:05:40: Schlaf in den Bett legen und jetzt im Nachhinein kann ich es mal klären, okay der Körper war einfach vergiftet.
00:05:46: Und die war einfach wirklich ausgenockt.
00:05:48: aber das ist die schlechte.
00:05:51: dran wir an dann drauf kommen, Antibiotikum alles wieder gut Es geht bergauf.
00:05:55: Aber das Gute an der ganzen Geschichte ist dass sie wirklich... Dass wir so organisiert sind Und es alles so gut funktioniert hat und das einfach dieses Backup, wenn einer mal krank ist.
00:06:07: So gut funktioniert, dass alles möglich war.
00:06:09: Also ich hab das nicht gespürt, dass... Natürlich in der Geflechtsquizzen gehabt dann immer wieder.
00:06:14: Dass ich nicht dabei bin im Familienalltag und auch nicht im Büro bin.
00:06:18: aber die Freunde haben angerufen hey, wenn du was brauchst, wenn ich die Kinder nehmen soll, wenn wir sie mitnehmen sollen da Jürgen war mit den Kindern den ganzen Tag am See Die Oma hat sich gemeldet also es hat eigentlich jeder versucht zu unterstützen Und wir haben es eh super alleine hinbekommen, aber allein wenn man dann war, das Radl funktioniert und in so einem Moment ist einfach jeder da.
00:06:39: Der Freundeskreis ist da die anderen Mütter oder die anderen Eltern sind da und würden da die Kinder einfach mal etwa Stunden mitnehmen und mit bespassen.
00:06:47: War einfach voll schön zu sehen!
00:06:52: Cooles Beispiel für das, was so unvorhergesehen alles passieren kann.
00:06:56: Also es war ja wirklich von einer Minute auf die andere.
00:06:58: Ich bin heimgefahren vom Büro am Nachmittag und habe mich niedergelegt und war dann drei Tage out of order.
00:07:04: Und es war dann wirklich cool zu sehen, was alles gut funktioniert wenn man schon halbwegs gut aufgestellt ist und schon länger in diesen älteren Kleben drinnen ist dass das schon alles funktioniert.
00:07:17: Ja ich finde als
00:07:18: Mutter ausfallen also wenn man krank ist, Aber es gibt eben Momente, das ist da nicht nur ein kleiner Husten oder sonst was.
00:07:25: Ich hatte letztes Jahr im Mai Adenovieren wirklich eine Woche lang Magen-Darm.
00:07:33: Es klingt dann... Also das war wirklich so dass ich gedacht habe, ich muss ins Krankenhaus.
00:07:38: meine Ärztin auch schon gemeint hat Ja wir müssen darüber nachdenken weil ich einfach wirklich nichts bei mir behalten hab und dann merkst du dann auch so okay Du kannst nichts mehr machen Und dann kommt dieses Netz und muss alles auffangen.
00:07:49: Wie ist man dann sehr froh?
00:07:50: Dass das funktioniert?
00:07:52: Ja, das stimmt.
00:07:53: Das stimmt!
00:07:55: Aber jetzt springen wir rüber zu unserem Thema weil wir sprechen heute ja über einen sehr wichtigen Skill.
00:08:03: eigentlich geht es hier um Skills die Mütter oder Eltern erwerben während der Querenzzeit aber irgendwie ist dann auch ein Business-Skill nämlich was man einfach wirklich lernt wenn man Eltern Das lernt man quasi kosten drauf.
00:08:17: Es ist wie so ein Sahnehäubchen, das kriegt man dann oben drauf.
00:08:20: Wobei wir alle wissen einen gewissen Preis.
00:08:23: Mindestens die fünfzehn Minuten in der Uhr gar nix funktioniert.
00:08:28: Genau!
00:08:29: Wie... Bevor wir da jetzt wirklich reinsteigen und bevor ich dich durchlöchern darf mit all meinen Fragen, die ich schon vorbeigegleitet habe und ich bin wirklich neugierig, würde ich dich noch bitten Franziska?
00:08:40: Was machst du genau beruflich?
00:08:43: was is dein Job?
00:08:45: Wie würdest du einer Freundin erklären, was du beruflich machst ohne dass du sagst ich bin ein Coach?
00:08:51: Also... Ich habe mir ja überlegt.
00:08:54: In Wirklichkeit bin ich ein bisschen die Klassichtbrille für die Mütter und die Tierliederin.
00:09:00: also für mich ist es echt so.
00:09:03: Ich habe das Gefühl, viele Mutter haben so einen Blick auf die Mutterschaft.
00:09:06: Das kommt auch stark von der Gesellschaft, dass man eben nicht mehr leistungsfähig ist, nicht mehr ambitioniert und irgendwie wenn man in diesen Struggle mit vollen Windeln und angespiebenes T-Shirt ist, dann glaubt man das auch!
00:09:18: Und ich setze Ihnen sozusagen die Brille auf und zeige Ihnen wie
00:09:22: viel
00:09:22: das Muttersein mit der Arbeitswelt zu tun hat.
00:09:26: Also ich würde sagen... ...ich bin die Cheerleaderin, die die richtige Brille setzt.
00:09:32: hat es einen Moment gegeben bei dir wo du gemerkt hast, ich bin kompetente geworden weil ich Mutter bin?
00:09:38: Absolut.
00:09:39: also ich habe nach acht Wochen nachdem ich Mutter geworden bin ein Anruf von meinem Chef bekommen und er hat mich gefragt ob ich wieder ein paar Stunden einsteigen kann denn Jahresabschluss mitmachen kann.
00:09:50: Und zuerst habe ich mir gedacht schaffe ich das überhaupt also zeitmäßig?
00:09:55: Genau,
00:09:56: machte Geburt.
00:09:56: Acht Wochen nach der Geburt genau.
00:09:59: und dann hat er aber gesagt ich darf mir die Zeit frei einteilen.
00:10:02: also Ich kann arbeiten wann immer ich möchte.
00:10:05: Und hier habe gesagt okay das schaffe ich schon!
00:10:08: Ich schaffe halt nicht mich an den Büroalltag an zu passen.
00:10:12: und Dann hatten wir relativ schnell... ich weiß nicht mehr genau wie mein altmennsohn war.
00:10:17: ich glaub vier Monate vielleicht fünf Hatten mir eine Steuerprüfung die ich mehr oder weniger alleine machen musste, weil das einfach mein Gebiet war.
00:10:31: Und ich war so klar im Kopf.
00:10:33: Es war für mich ganz klar, wen muss ich mir zur Seite holen?
00:10:37: Der mir Sachen im Büro einfach macht Rechnungen rausucht etc... Wie viel Zeit habe ich?
00:10:43: Also das war wirklich wie wenn mein Hirn neu programmiert gewesen wäre!
00:10:46: Ich hab keine Sekunde gezögert oder mir über wie soll ich das jetzt schaffen?
00:10:50: dass der Gedanke ist überhaupt nicht gekommen sondern so ein bisschen dieses Gatshit dann.. Ich habe diese Aufgabe.
00:10:56: was brauche ich dafür?
00:10:58: zack ich mache es Und wir haben die Steuerprüfung mit einem Nuller-Ergebnis gebetigt.
00:11:02: Also da habe ich echt gemerkt, bau irgendwas hat sich verändert.
00:11:06: Okay voll voll spannend!
00:11:08: Ja
00:11:08: das war wirklich
00:11:09: ein cooler Moment und deswegen ist dann auch meine Forschungen entstanden weil ich mir gedacht hab moment mal Geht mir das nur so?
00:11:16: Da geht es eigentlich allen Müttern so.
00:11:18: Und wenn es allen Möttern so geht, warum redet da niemand drüber?
00:11:22: Weil ich habe mit vielen Mütter zusammengearbeitet und da hat nicht eine Einzige gesagt Na klar bin ich voll effizient!
00:11:28: Ich bin ja Mutter!
00:11:29: Na klar kann ich gut priorisieren!
00:11:30: Muss ich ja jeden Tag zuhause!
00:11:32: Ja...
00:11:33: Und deswegen habe ich gedacht okay das muss ich wissenschaftlich erforschen.
00:11:36: Ich will wissen was dahinter steckt.
00:11:38: Das heißt du hast da quasi neben deiner Mutterschaft und neben deinem Job begonnen, einfach diese Forschung.
00:11:46: Genau ich habe dann ein MBA-Studium begonnen.
00:11:50: das war Training & Coaching und mir war eigentlich relativ schnell klar dass ich schauen möchte eben was die Muttersschaft für die Arbeitswelt
00:11:57: tut
00:11:58: Und Gott sei Dank wurde dieses Thema auch genehmigt und es waren alle ziemlich begeistert.
00:12:03: Und genau, dann habe ich angefangen zu forschen mir Gedanken darüber zu machen und bin diesen Thema treu geblieben weil es mich so fasziniert hat wie man eigentlich anders auf Mutterschaft schauen kann.
00:12:16: Wahnsinn!
00:12:17: Das heißt du hast relativ schnell eigentlich gemerkt dass diese Kompetenz die du in der Elternschaft also bereits nach drei Monaten erworben hast das dir das einfach lohnt hat für dich.
00:12:33: Ja, absolut.
00:12:35: Bist du dann auch dort dabei gearbeitet?
00:12:42: Bei uns war es so dass die Firma irgendwann verkauft wurde und das hat sich für mich alles nach Fügung angefühlt.
00:12:51: also die neuen Geschäftsführer wollten mich zwar übernehmen Ich habe aber dann gemerkt, mich zieht es woanders hin und ich möchte einfach mehr Frauen empowern.
00:13:01: Das war zuerst meine Schiene und dann bin ich eben zu diesem Mütterthema gekommen und habe gemerkt das so blöds klingt, aber für mich fühlt sich das an wie meine Berufung.
00:13:10: also das ist für mich die perfekte Arbeit.
00:13:14: Es macht so viel Spaß den Müttern zu zeigen hier in euch steckt eigentlich viel mehr als ihr glaubt.
00:13:19: Ja
00:13:20: voll cool!
00:13:21: Nein, es macht auch viel Spaß mit dir darüber zu sprechen weil man merkt richtig du brennst dafür.
00:13:28: Das heißt du sagst Elternschaft ist kein Hindernis sondern ein Lernraum.
00:13:36: Was meinst du da konkret damit?
00:13:38: Ob wann soll man eigentlich in der Karenz anfangen?
00:13:41: also du begleitest ja auch Frauen beim Wiedereinstieg und jetzt sage ich gerade Frauen Sind der Männer auch dabei?
00:13:49: Nein, weil wahrscheinlich ganz wenig Männer in Querenz gehen.
00:13:54: Also
00:13:55: die Männer entwickeln genau dieselben Fähigkeiten oder Kompetenzen aber die Väter haben in der Arbeitswelt kein Problem.
00:14:04: also deswegen habe ich mich auf Frauen spezialisiert weil da gibt es wirklich so viele Studien dass die Frau wird Mutter Motherhood Penalty bekommt weniger Gehalt weniger Verantwortung.
00:14:14: beim Vater ist es eher dieses Fatherhood Premium,
00:14:18: die
00:14:19: kriegen sogar bessere Anerkennung und dann mehr geschätzt.
00:14:22: Wo ich mir denke ganz toll.
00:14:24: also ein Vater der sein Kind in der Trage spazieren wird kriegt Applaus und die Mutter ist so verschwunden von der Sichtfläche.
00:14:32: deswegen habe ich mich auf Mütter spezialisiert.
00:14:34: das war mir ganz wichtig weil ich finde die brauchen die Sichtbarkeit die brauchen Unterstützung.
00:14:39: ja Deswegen, es gilt für beide älteren Teile kriegen die Kompetenzen.
00:14:45: Aber ich bin auf die Mütter spezialisiert.
00:14:48: Ja, macht auch voll Sinn.
00:14:50: Ich würde sagen, die Väter werden immer gefeiert und bei der Mutter ist das einfach selbstverständlich weil wir sie so gelernt haben.
00:15:00: Wir haben sie ja einfach auch so gelernt.
00:15:02: Es ist selten eine böse Absicht dahinter, es ist einfach glaube ich so gelernt.
00:15:10: Jetzt gehen wir davon aus, dass uns ganz viele zuhören die vielleicht auch gerade mitten in dieser Phase stecken.
00:15:15: Die entweder vielleicht gerade noch schwanger sind kurz vor der Geburt stehen, kurz nach der Geburtssind oder kurz vorm Wiedereinstieg sind.
00:15:26: Ab wann sagst du sollte man in der Querenz anfangen an den Wieder einstieg zu denken?
00:15:32: Gibt es da einen zu früh oder gibt's da einen so spät?
00:15:36: wie siehst du das?
00:15:37: Also ich finde, es kommt ein bisschen auch darauf an wann man wieder zurückkommt.
00:15:41: Manche bleiben nur ein paar Monate... In der Karenz.
00:15:45: da ist natürlich ein anderer Zeitpunkt, aber ich möchte so ein bisschen diesen Stress rausnehmen.
00:15:50: Wenn du gerade in der Anfangsphase bist wo du unter dem Schlafentzug leidest keine Ahnung Du wunden Nippel hast und die Windel ständig übergeht dann würde ich mich nicht hinsetzen und denke So was lerne ich hier grade?
00:16:02: Was mir für den Berufsverkehr und wann gehe ich wieder arbeiten?
00:16:05: Das ist der falsche Moment und den Stress möchte ich auf keinen Fall vermitteln!
00:16:10: So du musst ja nicht im Kreisstall schon überlegen Wann rufe ich meinen Chef als Nächstes an?
00:16:16: Das gar nicht.
00:16:17: Aber man merkt's, finde ich selber und das kann nach Monaten sein wenn du zwei Jahre weg bist.
00:16:23: Kann das nach einem halben Jahr, nach einem Jahr sein.
00:16:26: aber irgendwann solltest du dir, wenn du sag' ich mal wieder gesettelt bist der Alltag irgendwie wieder normaler sich anfühlt Gedanken darüber machen dass du einfach widersichtbar wirst.
00:16:38: also ich glaube das ist dieser Moment wo du für dich selber kennst okay Ich bin jetzt Mama, es funktioniert eigentlich wieder.
00:16:45: In dem Moment kannst du doch wieder sichtbar werden und ins Gespräch
00:16:48: kommen.".
00:16:50: Was meinst du damit sichtbawerden?
00:16:51: Weil ich finde das jetzt voll voll spannend weil ich zum Beispiel habe ja selbst sehr viele Frauen auch im Team.
00:16:57: also wir haben eine Fraunquote von von dreiundfünfzig Prozent bei uns in der Agentur also dreieinfünftig von hunderthundertsechzig Mitarbeitenden.
00:17:05: Also sehr viele die ein Baby bekommen und quasi auch Inkarenz gehen.
00:17:09: Und wenn sie sich verabschieden, also gerade im Management, die ich auch führe, sagen wir mal... Wenn du dann soweit bist, dann meldest du dich!
00:17:18: Ich melde mich nicht, weil wenn du dann so weit bist, then meldest du dich bitte proaktiv.
00:17:21: Weil ich weiß ja nicht wann der Moment für dich da ist, eben wenn du nicht grad irgendwo im Schlafentzug steckst oder so.
00:17:26: Das ist bei jedem anders.
00:17:28: Ja.
00:17:29: Und wann sagst du?
00:17:31: Ist er richtig?
00:17:32: Also wie soll man das machen als Mutter die Inkarenzen?
00:17:36: was in diesen Schritt rausgeht aus der Arbeitswelt.
00:17:39: Man darf es auch nicht vergessen, man ist in einer anderen Phase oder in einem anderen Bubble auch gefangen bei währenddessen ich mich um meine Familie kümmere und meine neue Familie versuche meinen neuen Alltag zu strukturieren weil es ein bisschen langsamer geht vielleicht die Nächte etwas schneller oder noch langsame vergehen.
00:17:55: wie die andere läuft ja im Büro alles weiter im gleichen Tempo wie bisher.
00:18:04: Sagst du dann, wie soll man einfach als Mutter oder Arbeitnehmer den Kontakt... Wie haltet man am besten den Kontakt zum Arbeitgeber?
00:18:13: Wieviel ist gesund und was ist Selbstausbeutung?
00:18:16: also was ist denn einfach ungesund.
00:18:19: Also ich glaube es gibt verschiedene Möglichkeiten.
00:18:21: bei mir war sicher dieser geringfügige Anstellung da würden wir schon mal gegen die Ausbeutungen gehen.
00:18:27: Es gibt viele Leute die sagen hey wenn Du Lust hast melden dich wieder anfühlen ganz wenig stunden ja das können zwei stunden in der woche sein, wo du einfach wieder dich ein bisschen mehr mit themen auseinandersetzt ja wo du dir zeitnimmst die bezahlt ist wo du journals liest wo du Einfach schaust dass du.
00:18:48: mit dabei bleibst.
00:18:49: Wurde dir KI anvertraust oder sämtliche Sachen, also die Möglichkeit gibt's.
00:18:53: dafür sind meistens Unternehmen offen dass sie sagen das kostet nicht so viel aber ich bezahl dich!
00:18:59: Ich hab da nicht das Gefühl ich bin der Bittsteller und sag hey kannst du dich bitte gratis weiterbilden?
00:19:04: Oder kannst Du Gratis am Ball bleiben?
00:19:06: sondern man nimmt ein paar hundert Euro in die Hand dafür dass der Mitarbeiter am Ball bleibt dass er sich eben auch mal meldet.
00:19:12: vielleicht gibts einen internen Newsletter oder irgendeine Gruppe auf Slack wo man einfach auch ein bisschen mitlesen kann.
00:19:19: Das ist mal das eine, was man machen kann!
00:19:21: Das ist kein Zwang.
00:19:23: du musst kannst also Uhrzeitsunabhängig machen dann kannst du halt auch am Abend mal lesen vielleicht einmal in der Woche dass du einfach schaust was tut sich denn gerade?
00:19:31: Haben wir neue Kunden?
00:19:33: was passiert in der Arbeitswelt?
00:19:35: und zum anderen was ich wichtig finde so ein bisschen dieses... das bei mir war das zb.
00:19:40: nach einem halben Jahr Bin ich mit meinem Sohn einfach mal wieder ins Büro gegangen, nur zum Café trinken.
00:19:45: Ich habe einfach nur Hallo gesagt.
00:19:47: die Leute haben mich wieder gesehen.
00:19:49: mein Name war wieder Präsenter und das darf man nicht vergessen.
00:19:52: Die leute sind so in ihrem täglichen Struggle drin oder so in den To-do Listen wenn du an deinem letzten Tag sagst es sehen uns in zweieinhalb Jahren Nicht mehr.
00:20:03: dass ist nicht bös gemeint aber die werden dich ein bisschen vergessen einfach in der normalen Überlegungen.
00:20:09: Und umso früher du deinen Namen wieder reinbringst, dass du präsenter bist und dann wenn du wieder zurück kommst und es vielleicht darum geht wie der Projekte zu verteilen oder mit Kunden anzufangen zu kommunizieren.
00:20:21: also dieses nach einem halben Jahr finde ich ein halbes Jahr da vergisst du keine Person und das jedem klar Die ist jetzt mal Mutter, die braucht jetzt mal Zeit.
00:20:29: Aber dann eben einfach mal zu sagen hey kann ich mal für den Kaffee vorbeikommen oder wollen wir uns so mal treffen?
00:20:36: Oder man sucht sich irgendwelche verbündeten Anführungszeichen im Büro dass man sagt wie wo sind denn andere Eltern?
00:20:44: Wie haben denn die das gemacht, dass man mit denen wieder in den Austausch geht?
00:20:48: Einfach, dass bisschen in die Arbeitswelt rein reklamiert, sichtbar wird.
00:20:53: Und das ist überhaupt noch nicht ein.
00:20:55: Du musst jetzt schon Leistung bringen oder du übernimmst jetzt schon volle Projekte sondern einfach so einen damit man nicht den Vergessenheit gerät einfach mal anklopfen und sagen, hey mich gibt es immer noch.
00:21:05: Ich möchte euch zeigen ich habe immer noch Bock auf meinen Job.
00:21:08: Ich hab immer noch Interesse daran.
00:21:10: Ich bin jetzt nicht weg, sondern ich bin jetzt Mutter geworden.
00:21:14: aber an meiner Kompetenz hat sich nichts geändert.
00:21:17: und das was du vorhin gesagt hast finde ich ist so ein wichtiger Punkt.
00:21:20: dieses die Arbeitswelt entwickelt sich weiter und dieses Rad dreht sich die ganze Zeit.
00:21:27: Aber die Mutter entwickelt sich eben auch weiter.
00:21:32: Oftmals in Gesprächen mit den anderen Müttern war sie dieses Gefühl von, die Mutter fällt jetzt zurück.
00:21:38: Aber die verliert ja in der Zeit wo sie weg ist nichts von ihren Kompetenzen.
00:21:43: vielleicht muss er sich dann einarbeiten weil es gibt eine neue Software es gibt neue Kunden aber die ist nicht plötzlich weniger kompetent.
00:21:51: also die mussten ich wieder von vorne anfangen sondern die steigt auf dem selben Level wieder ein.
00:21:57: und meine Studie hat bewiesen Eigentlich steigt sie sogar höher ein, weil sie Soft Skills geschult hat.
00:22:03: Die in der Arbeitswelt sehr wichtig sind und die das Unternehmen auch für sich benutzen kann.
00:22:08: Voll viel Spannend!
00:22:09: Weil wir da jetzt kurz einmal stehen bleiben bei dem Thema, bei den Soft Skills, die man dann... ...die man dazu bekommt.
00:22:16: Was würdest du sagen?
00:22:17: Was sind es für ihre Soft Skills?
00:22:19: Das andere jedem
00:22:20: unterschiedlich
00:22:22: sein.
00:22:23: Ich glaube, die Hauptsachen sind so... Effizienz, wenn das Kind schon ein bisschen älter ist.
00:22:27: Kommunikationsfähigkeit, Priorisieren, Zeitmanagement, Problemlösefähigkeit Konfliktlössefähigkeit.
00:22:35: Das sind einfach so die Sachen die fast bei jedem dazu kommen.
00:22:38: manche sagen ich bin viel geduldiger Die anderen sagen Geduld is nicht meine Stärke wird es auch nie werden.
00:22:44: Also da ist es wirklich wichtig dass jede Person selber reflektiert und viele sagen Ich kann das nicht.
00:22:51: Ich habe erstens keine Zeit zum reflektieren und zweitens mal, wie mache ich das?
00:22:55: Wie komme ich von?
00:22:56: Ich hab den Streit um Szene putzen gewonnen
00:22:59: zu
00:23:00: irgendeiner Kompetenz die ich da meinem Arbeitgeber auch sagen kann!
00:23:04: Und ich habe da so ein Dreischritte Framing aufgebaut.
00:23:09: und dass es eben dieses Reflektieren benennen und sichtbar machen und daran kann man sich anhalten
00:23:16: Kann man da mal näher drauf eingehen, was können wir das bei einem echten Beispiel durchgehen?
00:23:23: Was bedeutet dieses Träschchen?
00:23:25: Also zum Beispiel bei
00:23:25: mir war es so... Ich habe bei der Podcastvorbereitung darüber nachgedacht weil ich reflektiere immer noch jeden Tag.
00:23:33: Ich hab mir das beigebracht und mache das jeden Tag.
00:23:36: Und jetzt natürlich andere Herausforderungen als mit einem Säugling.
00:23:41: Es geht aber dann viel schneller also dass man einfach kurz drüber nachdenkt.
00:23:44: was war heute?
00:23:45: Aber wenn ich jetzt eine Situation mir nehme, wo mein Sohn so vier, fünf Monate alt war... Ich glaube das er da so alt war.
00:23:52: Ich muss ehrlich sagen, ihr habt schon wieder vergessen was man in welchem Monat lernt.
00:23:58: Ich habe ihn in der Früh gestillt dann konnte ich ihn unter seinen Spielebogen legen und ich hatte zwischen fünf bis zehn Minuten Zeit, bis ihm das zu blöd geworden ist und er wollte dass sich ihn wieder hochnehmen.
00:24:08: Und in diesen fünf bis zehn Minuten wird sich jetzt jeder denkt Was geht sich denn da aus?
00:24:12: Na ja wahrscheinlich Toilette unten Kaffee.
00:24:16: Ich habe mich in diesen fünf bis zehn Minuten fertig gemacht für den Tag, ich hab mir einen Frühstück hergerichtet, ich habe mir einen Kaffe gemacht, ich haben Zähne geputzt und ich war auf der Toilette, ich hatte mich angezogen und ich habe mich überlegt was essen wir zum Mittag?
00:24:29: Und ich glaube das kennen viele Mütter dieses zack, zack!
00:24:33: Und was ist das?
00:24:34: Du bist effizient bis zum Geht nicht mehr.
00:24:38: Du hast
00:24:38: priorisiert, was ist jetzt wichtig.
00:24:40: Wichtig ist dass ich auf Toilette komme und meine Zähne putze.
00:24:43: Es ist nicht wichtig ob ich jetzt Make-up drauf habe und mir die Fingernägel lackieren.
00:24:48: Jetzt mal ganz überspitzt zu sagen!
00:24:50: Und ich hab einfach geschaut, was habe ich für Ressourcen?
00:24:53: Wie gefällst dem Kerl da unten sind es heute eher zehn Minuten oder fünf Minuten?
00:24:59: Also Ressourcenmanagement ist da auch ganz groß.
00:25:02: Und so ist es einfach.
00:25:03: diese Situationen, die wie du vorhin auch schon gesagt hast Mutterschaft nehmen viele für selbstverständlich was sie tun.
00:25:09: und das ist ein bisschen das Problem weil wir unsere eigenen Kompetenzen nicht zu gut sehen Weil wir's eben für selbst verständlich halten aber für andere ist es eine Katastrophe.
00:25:18: Die sind so ich hab fünf Minuten sitzen vielleicht zwei Minuten am Handy und dann denken Sie sich um ist die zweite Sack gelaufen und Mütter sind einfach so zack-zack Sachen sind erledigt Und merken gar nicht, was sie damit eigentlich geschult haben.
00:25:30: Weil wenn Sie darüber nachdenken dann können Sie es genauso im Beruf auch transferieren und da brauchen wir Reflexion weil dieser Lernraum, den wir da haben durch die Elternschaft.
00:25:42: Das ist ein informelles Lernen.
00:25:44: das ist keine Schulung kein Seminar.
00:25:46: dass es nicht was wo du ein Zertifikat bekommst.
00:25:49: und Informales lernen das ist genauso zum Beispiel auch im Ehrenamt.
00:25:52: oder wenn Du etwas im Sport lernst dann kannst Du das in einen anderen Bereich übertragen.
00:25:59: aber das geht nur wenn Du dir dessen bewusst bist das benennen kannst Dann kannst du es übertragen.
00:26:04: Und wenn du es für selbstverständlich hältst, dir dann nie Gedanken darüber machst, dann kannst du das auch in der Arbeitswelt nicht so gut
00:26:11: anwenden.".
00:26:12: Aber heißt das dass ich... Wenn du sagst benenne, also ich benenne es für mich persönlich?
00:26:17: Genau!
00:26:18: Ich gehe
00:26:18: jetzt mit meinem Arbeitgeber hin und sage okay schau, ich bin jetzt viel effizienter geworden.
00:26:22: Das ist finde ich wieder ein Stiegsgespräch essentiell.
00:26:27: aber zuerst mal muss man sich diesen Kompetenzen selber bewusst werden.
00:26:32: Und wenn man jetzt Mutter ist und sagen wir mal, du bist schon ein bisschen länger Mutter und das sagst ich kann das immer noch nicht weil ich kann es einfach nicht in Worte fassen Wir tun uns extrem schwer unsere eigenen Kompetenz zu benennen.
00:26:44: Das ist immer dieses Selbstbewusstseinsproblem oder dieses.
00:26:47: Ich möchte mich auch nicht so gut darstellen.
00:26:49: Wenn du dir jetzt überlegst Du bist eine Personalleiterin zum Beispiel und es bewirbt sich bei dir eine reifach mutter Was würdest du der für Kompetenzen zu schreiben?
00:27:00: Was würdest du glauben, was diese Mutter mitbringt.
00:27:04: Und so kannst du ein bisschen das auch von hinten aufrollen weil das fällt uns dann plötzlich total leicht und sagen wir so ja die wird mega organisiert sein.
00:27:12: Die wird nicht lang rum zögern sondern Sachen machen und da fällt es uns dann voll leicht.
00:27:17: also wenn du sagst ich schaff das nicht bei mir selber dann überleg dir was du einer anderen mutter für kompetenze zuschreiben würdest und damit funktioniert's dann meistens.
00:27:25: da geht an der knopf auf
00:27:27: Stimmt voll.
00:27:28: Also ja, bevor ich selbst Mutter war habe ich das schon immer wieder gemerkt.
00:27:33: als damals also auch wo ich noch im angestellten Verhältnis gearbeitet hab und meine Kolleginnen Mütter waren, wenn man mal gesagt hat bam die kommen rein zack-zack gibt's einen kurzen Kaffee, ein kurzer Smalltalk aber dann geht es ran an die Tassen und dann wird gearbeitet weil sie einfach sticht.
00:27:52: Die hatten eine Deadline, die hatten einen jeden Tag.
00:27:55: Eine Haarfte-Deadline wo sie einfach wieder raus mussten aus dem Büro weil irgendwo ein kleines oder ein großes Kind gewartet hat dass die Mama kommt und sie ihn abholt.
00:28:07: Und das ist einfach Schaubart wo man sagt okay, die haben einfach nicht so.
00:28:10: ja na und da bummeln wir mal und dann schauen wir noch kurz auf Insta und vergleichen vielleicht irgendwelche Stories oder ich habe keine Ahnung oder schau mal mal und ratsch mal mal überhaupt und dann mache ich das.
00:28:18: Jetzt war in Europa ganz gemütlich und den Kaffee können wir auch noch trinken Was ich total gerne ab und zu mit dabei habe.
00:28:25: Aber...
00:28:26: Ja voll, man vermisst dann mit einem bisschen diese Zeiten wo man sich denkt ah da ist dieser E-Mail und die will ich eigentlich nicht schreiben und dieses Telefonat.
00:28:33: aber ja wir wissen am Ende des Tages den wir es muss sein genau und das ist genau dass dieser Reibungsfläche auch die fehlt vielen Leuten und die bekommt man durch die Eltern schafft also zum einen durch die zeitliche Reibung Auch die Reibung miteinander.
00:28:51: Weil das, was ein Kind von dir will, das hat bis jetzt noch niemand von dir gewollt und dadurch entsteht der Wachstum.
00:28:59: Ja man kann ja sagen es ist die Schule des Lebens, das kommt einfach, das kriegt man auch mit.
00:29:04: Genau
00:29:05: absolut!
00:29:05: Ob man
00:29:06: will oder nicht?
00:29:06: Man wird in diesen Bereichen kompetenter weil man muss
00:29:11: wollen Auf jeden Fall.
00:29:12: Ich finde es voll, voll spannend!
00:29:14: Was ist bei dir?
00:29:15: Gibt's mit dir irgendwie die Kompetenz wo du sagst das hat sie durch deine Elternschaft noch verstärkt?
00:29:21: also was ist so deine deine größte Kompetenz was du erlangt hast durch die Mutterschaft.
00:29:28: Also für mich ist wirklich dieses... Es klingt jetzt nicht besonders gut ausgedrückt aber wirklich dieses Gadget.
00:29:35: dann ich hätte mein Studium nie im Leben so geschafft Jeden Tag am Vormittag gearbeitet.
00:29:43: Am Nachmittag war ich wieder Mama und ich habe mich abends, auch wenn der kleine schlechter einschlafen konnte um acht neun hingesetzt und bis Mitternacht gelernt.
00:29:52: das war kein wirkliches berufsbegleitende Studium.
00:29:55: also das waren schon viele Stunden mit Seminararbeiten.
00:29:58: Ich hab eben eine Masterarbeit schreiben müssen.
00:30:01: Also das war Disziplin.
00:30:03: und dieses Man hört auf zu überlegen.
00:30:07: soll ich das machen?
00:30:09: Habe ich da heute Lust drauf?
00:30:12: Soll ich es vielleicht doch verschieben, weil man nie weiß wann kommt die nächste Erkältungswelle.
00:30:17: Wann kommt der nächste Magen-Darm-Infekt?
00:30:20: wenn ich heute Zeit habe dann mache ich das.
00:30:23: also dass ist wirklich dieses nicht überlegen einfach machen Das hab' ich hundertprozentig aus meiner Mutterschaft.
00:30:31: Nö würde ich bei mir auch so behaupten als ich wieder auch sein.
00:30:34: bei mir war's ähm... ...das priorisieren Das Richtige zur richtigen Zeitton und andere Dinge bewusst rausnehmen.
00:30:42: Also einfach auch diese Lute, was kann ich oder was muss sich raus nehmen damit sich alles andere einfach ausgeht?
00:30:49: Damit die Priorisierung auch realistisch wird und damit das auch funktioniert.
00:30:54: Das ist bei mir glaube ich das was ich am meisten gelernt habe und weil effizient war immer schon Aber wenn sich er noch mal effizienter geworden, aber einfach diese Priorisierung, diese harte Priorisierung hat sie definitiv nochmal verstärkt.
00:31:07: Also ich glaube wahrscheinlich verstärken sich auch Dinge die man in sich hatte
00:31:11: und
00:31:12: bin definitiv nicht geduldiger geworden.
00:31:17: Bei mir jetzt wirklich habe zum Beispiel auch Sport mehr priorisiert, weil ich weiß das bringt mich so viel weiter.
00:31:24: diese bewusste Pausen.
00:31:26: Wenn nicht nur durch Radl das bringt überhaupt nichts.
00:31:29: er merke auch dass der Output schlechter wird.
00:31:31: und dieses Verwuste auf mich schauen habe Ich auch durch die Mutterschaft gelernt.
00:31:36: Also das ist auch unglaublich wichtig dass man eben dann nicht nur sagt Man ist in dieser Dauerschleife sondern sagt okay wenn ich auf mich schaue Dann werde ich auch produktiver
00:31:47: auf jeden Fall.
00:31:47: Also Midtime ist maximal wichtig und reden wir ganz oft darüber, die Susi und ich.
00:31:55: Was würdest du sagen?
00:31:58: Du begleitest ja auch sehr viele Frauen beim Wiedereinstieg.
00:32:01: und bevor man jetzt zum Wiedeinstieg selbst kommen, was würdest Gibt es was, wo du sagst, du hast konkret Angst?
00:32:10: Wenn du jetzt eine Mütter denkst die kurz vor dem Wiedereinstieg stehen oder wovor haben die Müttern selbst Angst.
00:32:15: Was hörst du da am meisten, am häufigsten?
00:32:19: Also was mir teilweise Angst macht und das klingt immer extrem wie Eigenwerbung und so meine ich's aber nicht Aber wie unvorbereitet die Mütteln den Wieder einsteigen.
00:32:31: also dieses Thema Du gibst gerne Geld aus für deine Kinder und hast irgendwie ein bisschen verlernt, Geld für dich selber in die Hand zu nehmen.
00:32:39: Und das muss auch überhaupt nicht teuer sein!
00:32:40: Es gibt auch YouTube-Videos, die gar nichts kosten oder sonst was.
00:32:44: aber wenn du nicht vorbereitet in den Wiedereinstieg gehst ist die Chance relativ hoch dass du nicht so gesehen wirst wie du das gerne hättest.
00:32:52: Du gehst da rein...
00:32:55: Ruch man nicht einfach an und sagt hey ich bin jetzt wieder bereit die kommen jetzt zurück Das kann funktionieren.
00:33:02: Also jeder hat ja auch das Recht, wieder in den Job zurückzukehren.
00:33:08: Leider ist die Realität ein bisschen eine andere.
00:33:14: Ich muss
00:33:14: ehrlich sagen für mich war es selber schockierend weil ich habe diese Studie gemacht und ich dachte echt so okay gut!
00:33:20: Ich kümmere mich jetzt um der Cherry on top.
00:33:25: Wir packen noch den Kuchen, also in der Arbeitswelt ist es wirklich sehr viel verbreitet.
00:33:31: Es gibt natürlich Ausnahmen und es gibt schon ganz tolle Unternehmen aber es ist so dieses die Frau hat sich mit dem Kind gegen die Karriere entschieden.
00:33:39: Die wird nicht mehr so belastbar sein.
00:33:41: es wird plötzlich über den Kopf hinweg entschieden Und Mütter die lange weg sind kommen zurück und merken Warte mal, meine Stelle ist gar nicht mehr verfügbar.
00:33:50: Die macht jetzt jemand anderes.
00:33:52: Mir wird nichts mehr zugetraut!
00:33:54: Die Leute glauben in Teilzeit sitzt man sowieso nur noch da und dreht Däumchen... ...und genau diesen Moment der Enttäuschung muss man entgegenbirken.
00:34:04: Und das kann man extrem gut in die Hand nehmen.
00:34:07: aber meiner Angst ist ein bisschen dass die Mütter unterschätzen viel Ruffster draußen ist.
00:34:13: also das klingt wirklich beängstigend und so mein ich es nicht.
00:34:17: Du gehst auch nicht unvorbereitet in eine Gehaltsverhandlung und deswegen darf es doch nicht un- vorbereitet in den Wiedereinstieg gehen.
00:34:23: Im besten Fall machen dir die Tür auf und sagen, wir haben schon auf dich gewartet!
00:34:27: Und das wünsche ich jeder Mutter.
00:34:29: aber bei vielen ist es eher so dass du dich noch mal neu beweisen musst.
00:34:34: und wenn du da reingehst mit geraden Rücken und sagst Ich freue mich schon wenn ich wieder zurück komme weil ich bin drauf gekommen mein Hirn hat sich auch noch neu strukturiert viel produktiver, dann nehmen die dich anders wahr.
00:34:47: Also diese ein bisschen Naivität dass der Wiedereinstieg e-klappen wird egal was ich tue und das mein Job ja eh da ist und ich habe ja davor super Leistung gemacht.
00:35:00: Ich hab Mütter, die haben fünfzehn Jahre lang Karriere gemacht Die waren ganz oben und haben danach nichts mehr gerissen.
00:35:07: Ja aber es geht schon noch etwas um die Eigenverantwortung oder?
00:35:12: Der Arbeitgeber, finde ich, trägt einen Teil dazu bei.
00:35:15: Aber der Arbeitnehmer, also die Mutter selbst... Die Arbeitnehmerin selbst trägt ja auch ihren Teil dazu dabei und es geht ja schon auch.
00:35:22: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmieds, sage ich oft.
00:35:25: Und auch wenn die Rahmenbedingungen da sind oder wären, ergreifen viele Frauen die einfach nicht.
00:35:32: Kann das sein, dass sie's noch beobachtet?
00:35:35: Absolut!
00:35:35: Weil sie auch ein bisschen wie soll ich das sagen?
00:35:43: Sie ruhen sich ein bisschen drauf aus.
00:35:45: Ich habe ja schon viel Leistung gebracht, das wird sich jetzt nicht geändert haben und die Arbeitswelt wartet aber nicht auf dich!
00:35:53: Und deswegen sind auch diese Schritte davor so wichtig.
00:35:55: Weil ein Arbeitgeber braucht Planbarkeit und wenn du nicht planen kannst, dass eine Mutter um fünfzehn Uhr Kind abholt dann ist das dein Problem weil das muss man als Unternehmen planen können.
00:36:05: aber wenn du weggehst und du bist zwei drei Jahre weg vom Fenster meldest dich nie Dann wird der Arbeitgebert davon ausgehen.
00:36:14: Vielleicht hat die nicht mehr so Bock auf den Job vielleicht will die das ja gar nicht mehr.
00:36:19: Und ganz ehrlich, es gibt auch viele die sich währenddessen schon anders orientieren und nicht sagen.
00:36:26: Und dann sitzt der Arbeitgeber da und sagt okay eigentlich haben wir dir jetzt die Stelle frei gehalten aber du kommst nicht zurück was ja auch ok ist.
00:36:33: Aber ich finde immer dieses bitte kommuniziert, kommuniziert.
00:36:37: Wir haben noch Bock auf den Job!
00:36:38: Wir wollen wieder zurückkommen.
00:36:40: Ich kann dir nicht versprechen genau wann ich zurückkomme?
00:36:42: Ich kann mir nicht genau versprechen
00:36:44: wie viel
00:36:45: stunden nicht zurück kommen weil jedes Kind ist unterschiedlich.
00:36:48: Aber ich habe Bock drauf.
00:36:49: Ich bin noch Leistungsweg und ich will meine Karriere nicht einfach beenden, nur weil ich Mutter
00:36:55: bin.".
00:36:56: Ich kann das alles noch?
00:36:57: Ich kann sogar noch mehr?
00:36:59: Hallo hier bin ich!
00:37:00: Und das ist wirklich wichtig dass man einfach dem Arbeitgeber auch die Möglichkeit gibt einen wieder mit einzuplanen.
00:37:07: Dass man sagt ah da gibt es jemanden der sich regelmäßig gemeldet wir wissen hat noch Lust darauf.
00:37:12: also da muss man schon in die Eigenverantwortung gehen und auch sagen ja Du kriegst deinen Platz gesetzlich, das ist auch nicht immer gesichert.
00:37:20: Aber trotzdem gesetzlig steht er dir zu.
00:37:23: aber du musst da schon noch mal wieder was tun und dich in die Sichtbarkeit
00:37:26: rücken.
00:37:27: Also auch diese Eigenverantwortung vorab bevor es wirklich wieder losgeht im besten Fall auch schon vielleicht vorher das Kind auf der Welt ist oder wenn man raus geht und sagt hey ich freue mich jetzt schon wieder wenn ich wieder zurück bin.
00:37:37: also das
00:37:38: haben wir auch ein Offboarding-Gespräch.
00:37:42: Schön, dass habe ich dich unterbrocken.
00:37:43: Na alles gut!
00:37:45: Ich hatte auch einen Off-Board im Gespräch, wo es ganz klar darum ging.
00:37:50: Wo ich gesagt habe, ich hab keine Ahnung wie's ist Mama zu sein aber ich möchte noch.
00:37:54: also ich hab nicht vor danach meinen Job an den Nagel zu hängen und ich glaub dieser Impuls ist einfach wichtig und ich war auch noch in meiner...in meinem Mutterschutz bin ich mal weil ich in der Gegend war auf dem Kaffee Vorbeigekommen, die haben sich total gefreut weil sie gemerkt haben das ist jetzt nicht so dieses Buch.
00:38:11: Nein wenn ich ans Büro denke da wird mir ganz anders sondern einfach dieses ja es ändert sicher nichts an den Karriere Ambitionen.
00:38:19: aber jetzt haben wir mal die.
00:38:20: man hat diese eine Hürde geschafft.
00:38:22: also man ist jetzt wieder zurück welche.
00:38:26: wie regelt man welche Stelle man bekommt?
00:38:28: also gibt's da was.
00:38:30: Wie sieht so ein gutes Wiedereinstiegsgespräch mit dem Arbeitgeber aus, bevor der erste Tag überhaupt ist?
00:38:36: Wie sichert man sich vielleicht seine alte Stelle.
00:38:39: Kann man sich die sichern?
00:38:40: oder wie geht man da am besten vor?
00:38:43: Oder welche Würden hast du auch nicht bekommen?
00:38:46: Ich glaube ich bin mich alle naivere Arbeitgebirbe, weil bei uns ist das immer alles so... Das kommt zurück, wir reden.
00:38:51: Also ich dachte wie gesagt auch dass es eigentlich so läuft aber die Erfahrungen zeigen doch ziemlich anderes Bild, dass da manchmal einfach wirklich keine Verantwortung mehr gegeben wird.
00:39:00: und ich weiß gesetzlich ist es so, dass du dieselbe Position oder in der ähnlichen Hierarchie wieder was bekommst.
00:39:06: Das ist oftmals nicht der Fall.
00:39:09: aber ich glaube da ist auch einfach wieder wichtig zu sagen Ich möchte Verantwortung tragen.
00:39:14: Ich traue mir das zu!
00:39:15: Ich kann genauso viel Verantwortung tragen weil Verantwortung ist ja auch nicht an ein zeitliches Kontingent gebunden.
00:39:22: Also du kannst der Beantwortung tragen, wenn du lernen kannst zu delegieren oder trotzdem es schaffst sozusagen vielleicht nochmal am Abend eine halbe Stunde E-Mails zu checken oder einfach erreichbar zu sein.
00:39:33: Ja viele vergessen das Teilzeitkräfte oder denken sich Teilzeit Kräfte machen ihr Handy aus in dem Moment wo sie die Firma verlassen und sagen ich möchte von euch auf keinen Fall vor morgen acht Uhr irgendwas hören.
00:39:45: jeder ist bereit mal bei wenn die Hütte brennt ein Telefonat.
00:39:49: Ja, sehr viele sind bereit das zu machen.
00:39:53: Und wenn du aber eine Führungsposition hattest und die möchtest da zurück bin also dann musst du auch bereit sein Kompromisse einzugehen.
00:40:03: Ich denke immer dieses Wiedereinstiegsgespräch ist keine Raketenwissenschaft.
00:40:08: Das musst du jetzt nicht aufbauen mit okay ich gehe jetzt mit meinen Kompetenzen hin und sage dann so... ...ich habe jetzt Stakeholder Management auf keine Ahnung was für einer Ebene gemacht.
00:40:18: Rede so!
00:40:19: wie es für dich natürlich wirkt, rede so wie du das Gefühl hast dass es jemand anderes versteht.
00:40:25: weil die einfach mit dem gefühl rein der andere weiß nicht was in der mutterschaft passiert.
00:40:30: Der andere kann das gar nicht einschätzen was sich da alles tut.
00:40:33: erkläre sie ihm ganz einfach und die meisten leute sind dann offen dafür bloß wissen sie überhaupt nichts von muttershaft!
00:40:41: Die haben damit keine berührungspunkte.
00:40:43: mein chef zum beispiel hat keine kinder.
00:40:47: Er wusste überhaupt nicht, was sich da tut bis ich ihm erzählt habe und dann war er voll offen dafür.
00:40:52: Also einfach mit einem guten Gefühl reingehen aber auch wirklich ehrlich sagen das hat sich getan.
00:40:57: das möchte ich wieder lass uns zusammen Möglichkeiten finden damit es funktioniert.
00:41:03: Einfach zeigen dass du willig bist und dass du das möchtest und dann kann man sich auf eine Position einigen oder dann kann Man schauen wie man's schaffen kann.
00:41:10: aber man muss eben dieses aktiv sein und man muss zeigen, ich kann das noch.
00:41:15: Ich will das noch!
00:41:17: Das glaube ich ist ganz wichtig.
00:41:19: Wie bringt mir dieses Skills konkret dann in so ein Gespräch rein?
00:41:24: Also wie geben wir davor?
00:41:26: Also ich würde es immer wirklich ganz einfach ausdrücken.
00:41:30: also eben wie gesagt wenn du damit anfängst mit irgendwelchen Stakeholder-Ding dass wenn sich das für dich natürlich anfühlt.
00:41:36: dann bitte gerne ich würd's ganz klar machen dass ich reingehe und sage ich habe gemerkt mein Kopf hat sich anders programmiert.
00:41:43: Ich bin effizienter geworden, ich bin produktiver geworden!
00:41:47: Ich kann klarer kommunizieren und ich bin fähig zu delegieren.
00:41:51: Solche Sachen einfach das muss nicht so hochgestochen sein wie gesagt der andere hat gar keine Ahnung von dem Thema.
00:41:57: sei einfach ehrlich reflektiere was hat sich wirklich getan?
00:42:01: Es bringt auch nichts wenn du da jetzt irgendwelche Kompetenzen nennst die du eben nicht hast.
00:42:05: wenn du jetzt hingehst und sag ich bin viel geduldiger geworden und deswegen nehme mich mit in schwierige Verhandlungen.
00:42:12: Ich bin überhaupt nicht geduldig geworden, das ringt ja nichts.
00:42:15: Nenn's ganz klar und sag einfach es hat sich was getan.
00:42:19: ich merke einfach meine Soft Skills haben sich verbessert.
00:42:22: da ist jeder offen dafür.
00:42:23: dann muss man nicht Raketenwissenschaft daraus machen.
00:42:26: Das soll ja ein ehrliches Gespräch sein, ein offenes Gespräch und nicht ein... ich lügte jetzt etwas vor was ich da nicht halten kann.
00:42:34: Und jetzt haben wir dann seinen Job!
00:42:36: Also man hat sich auf einen Job geeinigt, man hat es sich auf Stunden geeinigen und man hat sie sich auf eine Position geeinigt.
00:42:41: Jetzt bin ich dann zurück in der ersten Woche.
00:42:44: und was mache?
00:42:45: Da sind wir einfach quasi... da ist nicht unsichtbar, wenn ich wieder top bin.
00:42:50: Ich lebe ja dann anders wie vorher.
00:42:52: also wie sicher ich mir meine Position unter Anführungszeichen meinen Platz im Team, meinem Platz im Unternehmen als Wiedereinsteigerin.
00:43:03: Komisches Wort!
00:43:05: Ich glaube es ist erstens mal wichtig, dass man wirklich ein bisschen schon vor Ort ist.
00:43:10: Wenn sich das irgendwie mit dem Familienalltag arrangieren lässt sei vor Ort wenn in der ersten Woche ungünstigerweise dein Kind krank ist.
00:43:18: im besten Fall hast du jemand anderes betreut weil natürlich ist am Anfang einfach das Bild ein Wichtiges und Bring dich in Gespräche ein, wenn du merkst es sind Meetings wo Entscheidungen getroffen werden.
00:43:31: Reklamiere dich mit rein und sag du bist wieder da!
00:43:33: Du möchtest Verantwortung tragen.
00:43:34: ich glaube ist ganz wichtig dass wir lernen auch diese Sprache zu ändern nicht?
00:43:39: Ich entschuldige mich für die Mutterschaft und sage ich war jetzt weg.
00:43:43: ich würde dann gerne wenn ich darf könnte vielleicht das ist nicht gut oder ich weiß ich bin nur in Teilzeit da.
00:43:50: aber nein du bist da.
00:43:53: Du arbeitest weniger Stunden mit voller Verantwortung.
00:43:56: Sei das selbstbewusst und ganz ehrlich, sind wir uns ehrlich?
00:43:59: Vielleicht bist du am Anfang unsicher!
00:44:01: Aber dann kannst doch deinen Schnabel ein bisschen größer machen als er ist,
00:44:04: ja?!
00:44:05: Geh dann wieder nach Hause und sag WOW!
00:44:07: It was a lot!
00:44:08: Beste Freundin anrufen!
00:44:11: Ja
00:44:12: wird glaube ich schwer aber nach draußen hin Zeig einfach es hat sich bei dir nichts verändert an deiner Kompetenz also sie ist nicht weniger geworden und bring dich einfach ein.
00:44:22: Das ist glaube ich wirklich wichtig, dass du diese Sichtbarkeit behältst.
00:44:25: und wenn jemand rein kippt das hatte ich zum Beispiel letztens bei einer Klientin gesagt jeder will dann plötzlich nur noch über Mutterschaft reden.
00:44:31: Und sie möchte aber über Business Themen reden Dann sagt es ganz einfach dann sag Du Ich bin jetzt wieder zurück und ich rede zuhause so viel über Mutter schafft und habe da meine Themen.
00:44:41: Ich würde gerne über das neueste Produkt von uns reden.
00:44:45: das nimmt ja keiner Grund.
00:44:47: Aber das musst du genau.
00:44:48: aber das muss du an wie man dir unangenehm ist und du willst nicht Pampers reden, dann tust nicht.
00:44:53: Und das ist voll in Ordnung ja?
00:44:55: Du bist da zum Arbeiten da und nicht dass du die Teilzeit mutti dann bist weil du nur noch über Mutterthemen redest.
00:45:03: Das Stichwort Teilzeit.
00:45:05: Gibt es alles auch wenn man sagt, man kommt Teilzeit zurück oder auf eine andere Position als man vorher war?
00:45:12: Oder passiert deine These wirklich auch darauf, dass man sagt okay sie sind wieder einstieg auf gleicher Flur also man wirklich die gleichen Position zu den gleichen Stunden?
00:45:22: Ich glaube du kannst immer deine Möglichkeiten nutzen.
00:45:25: Also ich bin mit viel weniger Stunden reingekommen, ich hatte eine neue Geschäftsführung und ich habe mich trotzdem so präsentiert dass die sagen wir wollen dich übernehmen!
00:45:33: Und ich war davor stellvertretende Geschäftsleitung.
00:45:38: also ich hatte schon ein gutes Standing aber die haben mich nicht gekannt.
00:45:41: Die wussten nicht, bin Mutter.
00:45:43: Ich habe nicht so viel Zeit und ich hab es trotzdem geschafft.
00:45:45: Man darf sich nicht immer darauf festlegen welche Stunden habe ich, welche Position.
00:45:49: du kannst in verschiedenen Positionen Verantwortung zeigen und übernehmen und auch zeigen dass du Lust drauf hast und auch im Stundenausmaß.
00:45:57: das hast du ja selber in der Hand.
00:45:59: wie zeige ich mich bei welchen Stunden?
00:46:01: Und vierzig Stunden ist nicht der heilige Graal!
00:46:03: Was würdest du deiner besten Freundin sagen die jetzt ein Kind bekommt?
00:46:08: Was sagst du?
00:46:09: Schau bitte!
00:46:10: Achte auf das, wenn du wieder so weit bist.
00:46:12: Also was sind wirklich diese Schritte?
00:46:15: Das ist achte einfach beim Wiedereinstieg... Auf diese drei Dinge gibt's da was?
00:46:22: Sei sichtbar in deiner Karrenz melde dich sei selbstbewusst jeder rein mit.
00:46:29: ich bin kompetenter geworden.
00:46:32: Das Dritte, das sind für mich die richtigen Suchformen wie der Einstieg des Gesprächs mit deiner Führungskraft.
00:46:38: Zeig dir wo du stehst und wo du hin willst!
00:46:41: Das ist mir nicht ganz ganz wichtig weil die hatte ich vielleicht jetzt gerade nicht am Schirm aber spätestens nach dem Gespräch wird sie wissen okay wow
00:46:50: es
00:46:50: will noch
00:46:51: cool Auch in der Selbstverantwortung.
00:46:53: Also nicht wartest du, dass wir anruft haben?
00:46:55: Nein!
00:46:56: Du soweit bist... Proaktiv,
00:46:57: proaktif, pro-aktiv.
00:46:59: Warte auch nicht drauf, dass jemand fragt Hast du eigentlich was dazugelernt in einer Mutterschaft?
00:47:03: Weil so weit sind wir noch nicht.
00:47:05: Da arbeite ich gerade mit den Unternehmen damit die soweits sind.
00:47:08: Aber du musst proaktiv sein.
00:47:10: Keiner weiß, was Mütterkompetenzen sind.
00:47:12: Das Thema ist noch nicht so groß.
00:47:15: Sag, was du gelernt hast.
00:47:16: Sei proaktief und trau dich sichtbar zu werden Egal wie viele Stunden du machst.
00:47:21: Und wenn du jetzt einer Mutter, die in zwei Wochen den ersten Tag zurückkommt, genau einen Satz sagen dürftest.
00:47:30: Was wird das für ein Satz?
00:47:34: In zwei Wochen geht es los!
00:47:38: Das ist vielleicht mein Slogan aber das ist einfach so... Mutterschaft hat dich kompetenter gemacht und nicht inkompetent.
00:47:44: Genau das kannst du sichtbar machen.
00:47:46: Ja voll spannend.
00:47:49: Was hat dir am ersten Tag zurück am meisten geholfen?
00:47:52: Bei mir war ja der erste Tag zurück, wäre doch weniger im Homeoffice mit schlafendem Baby auf dem Schoß.
00:48:01: Ehrlich gesagt, nach acht Wochen komplett wieder reingehaut.
00:48:04: Also es war wie wenn ich nicht weg war.
00:48:07: Nein, das war nicht wirklich eine Pause.
00:48:09: Es war bei mir einfach so ein Passt-Excel aufmachen.
00:48:11: die Leute sagen Ich brauche die und die Zahl können sie mir das und das geben.
00:48:14: und zack war ich wieder drin.
00:48:16: also ich glaube acht wochen ist schon hardcore da kann man auch nicht wirklich von Wiedereinstieg reden.
00:48:23: aber wirklich dieses Selbstbewusstsein, ich glaube das ist einfach ganz ganz ganz wichtig dass man das zeigt und auch hat.
00:48:31: Also ich denke dass es egal ist mit wann man wieder einsteigt also ob das nach acht Wochen ist wirklich kurz.
00:48:39: bei mir waren's zwölf wochen ja auch sehr kurz.
00:48:42: also da gibt wir längere Urlaub in Wahrheit.
00:48:46: und aber egal wann wirklich einfach Zeigen also proaktiv die eigene Karriere in die Hand nehmen nicht darauf warten, dass dir jemand die Tür öffnet und dich wieder zurückzieht.
00:49:00: Wenn
00:49:00: du so einen Arbeitgeber hast dann Feiers voll cool.
00:49:05: aber trotzdem proaktif einfach schauen das man, dass man einfach wieder an seiner Karrierei weiter hin arbeitet.
00:49:11: ich finde es total schön das tun sollte diese zahlreiche Mutter Kompetenzen auch aufgezeigt hat und auch aufgezeigt hast, dass man da wirklich stolz drauf sein kann.
00:49:22: Und die auch gerne pitchen darf und soll auf charmante Art und Weise und einfach wirklich auch seinen Leben selbst in die Hand nimmt.
00:49:32: und für alle da draußen Wir werden da Franziska ihre Kontaktdaten natürlich in den Show Notes verlinken.
00:49:39: Schaut sie auf Ihre Webseite, schaut sie auf Ihr Angebot.
00:49:42: Dreht jetzt mit ihr in Kontakt wenn ihr Unterstützung auf den Weg zurück in die Arbeitswelt braucht!
00:49:47: Ich kann es euch nur empfehlen, Franziska.
00:49:49: Wahnsinnig sympathische Frau und ich will dich ein stundenlang mit ihr reden und wird mich garantiert mit ihren Verbindungen setzen, wenn ich nicht schon zurück wäre aber auch sehr zu hören Und mach's das voll gerne.
00:50:06: Franziska, wenn es einen Satz noch gebe den du jetzt unseren Tu-Hörerinnen mit auf dem Weg geben kannst was wäre?
00:50:14: Gibt's noch etwas wo du sagst und das geb ich euch noch mit.
00:50:17: Oh Gott!
00:50:18: Ich hab schon so viel
00:50:19: gesagt.
00:50:20: Soviel gesagt.
00:50:24: Das ist schwer weil mein Slogan ist ja... Es gibt die Frage nicht Kind oder Karriere.
00:50:33: Karriere wegen Kindern und ich glaube, das ist richtig.
00:50:36: Ihr habt euch nicht gegen die Karrieren entschieden als ihr Mutter geworden seid.
00:50:39: Ihr seid sogar kompetenter geworden.
00:50:42: Das ist ein wunderschöner Abflusssatz!
00:50:44: Das lasst mir jetzt zu stehen.
00:50:45: in diesem Sinne Franziska vielen lieben Dank dass du dir heute die Zeit genommen hast und liebe Zuhörerinnen und Zuhäurer da draußen danke fürs Zuhören.
00:50:56: und bis
00:50:57: zum nächsten Mal tschüss und baba.
00:51:04: Wenn euch Vereinbarkeit nächst gefällt, dann teilt den Podcast gern mit Menschen die sich für echte Vereinbartheit interessieren.
00:51:10: Am meisten unterstützt ihr uns mit einer Bewertung auf Spotify oder Apple-Podcasts!
00:51:14: Das hilft sichtbar zu werden und gehört zu bleiben.
00:51:18: Und wir freuen uns riesig über den Austausch mit Euch.
00:51:20: Schreibt uns auf LinkedIn unter Ines Elspacher und Susanne Holzer oder kommentiert direkt unter der Folge.
00:51:25: Bis zur nächsten Folge zwischen Mut, Macht, Karriere & Familie.
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