#49 Väter die wirklich übernehmen – Was 5 Männer über Karenz, Vereinbarkeit und Vaterschaft gelernt haben
Shownotes
Premiere: Ines nimmt zum ersten Mal alleine auf. Zum Vatertag bringt sie die stärksten Momente aus fünf Gesprächen mit Vätern mit und erzählt sehr persönlich, wie gleichberechtigte Elternschaft bei ihr und Jürgen aussieht: vom Weinen im Auto am ersten Arbeitstag nach dem Mutterschutz bis zum gemeinsamen Geldtopf. In dieser Folge:
Peter L. Eppinger über Karenz mitten im politischen Projekt und den Satz „Ich bin glücklich und müde, und für beides sind meine Kinder verantwortlich" Jürgen über zweimal 15 Monate Karenz, „Holiday-Karenzler" und Karenz als Bootcamp Martin Kaswurm (Chaka2) über präventive Paartherapie vor der Geburt, Au-pairs und Mental Load Kambis (WKÖ) über Vereinbarkeit als Infrastrukturprojekt Warum nur 0,4 Prozent der Väter in Österreich länger als sechs Monate in Karenz gehen Kinder lernen Rollenbilder durch Beobachtung, nicht durch Erklärungen
Schickt die Folge gerne einem Paar, das gerade vor der Entscheidung steht. Und allen Vätern: alles Gute zum Vatertag!
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Vereinbarkeit Next.
00:00:03: Ich nehme heute alleine auf, hier meinen kleinen Studio zu Hause und das ist meine allererste Solo-Folge.
00:00:10: deswegen bin ich superfreudig aufgeregt und ein bisschen nervös zugleich.
00:00:15: aber ich bin nicht ganz alleine.
00:00:17: wie ihr wisst is am Sonntag Vatertag und es war auch der Anlass dass wir jene fünf Folgen in denen wir im letzten Jahr Männer zu Gast hatten mit denen wir auch über Vereinbarkeitsgesprochen haben nochmal durchgehört haben und die stärksten Momente herausgesucht haben.
00:00:32: Und die bringe ich euch heute mit!
00:00:34: Und meine Einordnung dazu!
00:00:38: Willkommen bei Vereinbarkeit Next, dem Podcast für alle, die sich fragen wie Karriere-, Kinder- und berufliche Verantwortung zusammengehen.
00:00:46: Wir sind Ines & Susi – zwei Gründerinnen, zwei GeschäftsführerInnen, zwei Mütter, zwei Frauen mit unterschiedlichen Perspektiven.
00:00:54: Ich lebe in einer Two Career Family und ich bin erladerziehend.
00:00:58: Gemeinsam sprechen wir über echte Vereinbarkeit zwischen Führung, Familienalltag und Selbstfürsorge.
00:01:04: Ehrlich, ungeschönt und ohne Filter – und über die Strukturen, die uns fordern oder eben auch vielen.
00:01:10: Schön, dass ihr dabei seid!
00:01:13: Ja also ich vermisse meine Co-Hos zu sie jetzt schon weil eigentlich würde ja total viel gern erzählen.
00:01:21: aber ich möchte ganz ehrlich mit euch sein.
00:01:24: Wir haben nun seit unserer allerersten Folge jede Woche geschafft gemeinsam aufzunehmen.
00:01:31: Aber diese Woche einfach nicht!
00:01:34: Wir haben beide so viel berufliche Termine und ich war dann noch ganz spontan am Wochenende mit meiner Familie auf Kurzurlaub, am Gardasee, sodass wir wirklich keinen gemeinsamen Slot gefunden haben – nicht frühmorgens, nicht untertags oder auch nicht spät abends wie man ob-und-sort ant.
00:01:52: Deswegen habe ich entschieden mich gibt es heute mal alleine.
00:01:56: Das war übrigens auch gleich mein, was war vereinbar?
00:01:58: Was war nicht vereinbart?
00:01:59: Diesmal ohne Ping-Pong.
00:02:01: Also wirklich nur von mir!
00:02:03: Denn ich habe eine mega coole Zeit und ein super schönes Wochenende mit meiner Family am Gardasee gehabt in Italien.
00:02:11: Es war wirklich Qualitätszeit pur, nur wir vier.
00:02:16: Wir haben zwar ganz viel im Pumptrack rumgesessen Und da gibt es einen wunderschönen Pumptrack direkt neben dem See.
00:02:24: Also wenn man sitzt, kann man seinen Kindern zuschauen und auf den See blicken.
00:02:28: Man kann dann auch zwischendurch in den See reinspringen was wir auch gemacht haben.
00:02:31: die Kinder sind mit dem Bodyboard durch den See geschwommen Und wir haben der Jürgen und ich haben dann zwischendochmal unseren italienischen super schmeckenden Apparol zum Pumpjack getragen und haben die Sonne genossen, unsere Apparole geschlürft.
00:02:48: Ich finde es übrigens auch, dass der Apparol in Italien tatsächlich besser schmeckt.
00:02:53: Also ich bin ja vollkommen davon überzeugt, das Apparoll in Italian anders schmeckt!
00:02:58: Und es ist sogar so weit gegangen, dass sich letztes Jahr eine Kisteapparoll von Italien mit nach Hause gebracht habe und dort dann wirklich die Zutaten miteinander verglichen haben.
00:03:08: Es ist oft so, dass bei Spicola andere andere Rezeptur an unterschiedlichen Ländern hat.
00:03:14: Und ich war vollkommen davon überzeugt, dass der Apparol in Italien stärker ist und mehr Alkoholprozent hat.
00:03:19: Ich hab mir dann eine Kiste mit nach Hause genommen.
00:03:23: Ich bin immer noch davon überzeugter, dass es ein bisschen besser schmeckt, weil's einfach ein typisch italienischer Apparoll ist.
00:03:27: Das ist so wie früher, wo man sich die Lämmen soda oder auch die Moratti war ja mal ... Ich war einmal eine Raucherin und da hat man sich immer die Moratte aus Italien mitgebracht.
00:03:39: Aber ja!
00:03:39: So viel?
00:03:41: zu meinem Wochenende.
00:03:43: Und nun möchte ich direkt reinstarten in unsere Vatertagsfolge.
00:03:51: und die Vatertagfolge möchte ich gerne mit einer persönlichen Geschichte starten, wir werden nämlich heute viel auch darüber sprechen wie eine gleichberechtigte Elternschaft aussieht was Männer, was Väter dazu sagen, mit denen wir auch schon persönlich gesprochen haben.
00:04:13: Und damit ihr das gut einordnen könnt, möchte ich euch ganz am Anfang eine ganz persönliche Geschichte von mir erzählen.
00:04:22: Nämlich kann man noch voll gut erinnern an den allerersten Tag nach meinem allererste Mutterschutz als ich ins Büro gefahren bin.
00:04:32: Mutterschutz ist ja zwei Monate verpflichtend vor der Geburt Und zwei bis drei Monate verpflichtend nach der Geburt, das ist jene Zeit in der man auch nicht arbeiten darf und die einfach gesetzlich vorgegeben ist.
00:04:50: Ich hatte drei Monate Mutterschutz da ich einen Kaiserschnitt hatte – was sind's dann?
00:04:55: Drei Monate und dann ging es wieder zurück ins Office.
00:04:59: Ich habe mich super, super auf mein Team gefreut.
00:05:02: Auf die ganzen Projekte, auf die Kunden und Gespräche einfach aufs Arbeiten.
00:05:08: Weil ich das Gefühl hatte, dass ich immer zweitens zu Hause fahre.
00:05:13: Zu etwas was ebenso ein ganz wichtiger und großer Teil von mir ist wie meine Familie.
00:05:22: Die Arbeit ist für mich ein Teil meiner Identität.
00:05:25: Das liegt vielleicht... in meinen Genen, als Gründerin oder Geschäftführerin.
00:05:31: Und ich habe mir einfach wahnsinnig gefreit, dass sie wieder zurückkommt.
00:05:36: Es hat mich aber getroffen aus dem Nichts, als ich einfach bemerkt hab, dass das unser neuer Alltag sein wird und dass ihr das jetzt täglich machen werdet und nicht mal kurz rein vor einen Kaffee trinken und dann wieder nach Hause vor, sondern eben einfach in diesen Moment beim Verabschieden gemerkt... Das passiert jetzt jeden Tag.
00:05:56: Ich werde nun jeden Tag wegfahren und meine Familie, also mein Mann um ein super süßes drei Monate altes Baby würden ohne mich zu Hause bleiben.
00:06:09: Ihr habt gewusst das ist nun unser neuer Alltag!
00:06:14: Und ich habe mir ins Auto gesetzt.
00:06:15: Ich habe zum Weinen angefangen, mir Tapfer verabschiedet und habe mich dann ins Auto gesetzt.
00:06:21: Ausgeparkt und habe einfach in der Sekunde auch zum Beinen angefängt.
00:06:25: Und die Tränen sind mal runtergeronnen sicher die halbe Strecke ins Büro.
00:06:29: Das war gar nicht weil ich an unserer Entscheidung gezweifelt hab oder weil ich auf einmal immer dachte, ich möchte das nicht.
00:06:36: Ich habe einen Sinneswandel und es ist ... Ich möchte nicht mehr dass wir... Dass ich ins Bürogel unter Jürgen Inkurenz.
00:06:43: aber es war einfach Dieser Moment, das war wie eine Wucht.
00:06:48: Und ich hab glaube in dem Moment zum allerersten Mal begriffen ... dass Mama sein und Karriere, dass das nicht zwei Dinge sind die nacheinander stattfinden sondern dass es einfach gleichzeitig passiert.
00:07:04: Dass man jetzt sagt okay ist jetzt Mama und dann fahrt man ins Büro und in der im Moment ist man keine Mama mehr Sondern Das denkt man einfach wenn man noch keine Kinder hat Dann kann man sich vielleicht dann steht man sich das so vor und war bei mir nichts anderes.
00:07:17: Sondern einfach dieses Gefühl, es ist gleichzeitig ich bleibe Mama auch wenn ich in dem Moment einer anderen Rolle bin.
00:07:25: Ich bleibe auch in diesem Moment Mama Gleichzeitig und das jeden Tag Und das hat schon... Das war schon eine schmerzliche Erfahrung.
00:07:35: Diese Gleichzeitigkeit die da passiert in einem Inneren Die macht einfach was mit Arm wahrscheinlich noch viel mehr wie jede politische oder gesellschaftliche Debatte, die wir so oft führen über Vereinbarkeit.
00:07:49: Vielleicht auch deswegen, weil man sagt okay, man kann einfach traurig sein und überzeugt gleichzeitig... Man kann diese berufliche Erfüllung freuen.
00:07:58: Man kann sich darauf freuen dass man da jetzt wieder reinfordert das man dazu tut, dass man weder einen Impact hat auf die Wirtschaft, auf andere Menschen und gleichzeitig hat man natürlich Schuldgefühle seinem eigenen Baby gegenüber.
00:08:10: Und das ist tatsächlich die Realität von Vereinbarkeit, wie sie tatsächlich wirklich ist.
00:08:17: Und als ich dann aber am Abend heimgekommen bin – also ich bin jetzt Büro gekommen und habe mir wahnsinnig gefreut und ich weiß halt nur, dass mein Team damals einen riesengroßen Blumenstrauß auf dem Tisch gestört hat und ich hab das so nett gefunden und so wertschätzend und ich habe mich voll drüber gefreudet und der Tag war super!
00:08:32: Als ich am Abend Heim kommen bin, war es ein super schönes Gefühl.
00:08:36: Also Papa und Sohn gemeinsam gesehen habe.
00:08:43: Das war reibungslos, wir haben einen super coolen Tag gehabt und ich hab gewusst die werden weitere super coole Tage haben, der gesagt hat sich super wohlgefühlt oder fühlte sich superwohl bei seinem Papa und er hat sich gleichzeitig voll gefreut dass er mich sirkt!
00:08:56: In dem Moment ist man bewusst waren okay wir reden hier nicht von einem Kompromiss wir reden einfach von unserem Modell einer gleichberechtigten Elternschaft.
00:09:05: und das haben wir uns ausgesucht Nicht weil es für uns das Einfachste war, sondern weil's für uns die Richtigste war.
00:09:11: Und das wars dann auch zweimal für uns und unsere Kinder.
00:09:17: Ich bin davon überzeugt, dass es total wichtig ist, dass wir mehr darüber sprechen wie sowas einfach tatsächlich sein kann.
00:09:25: Für mich ist das nicht selbstverständlich.
00:09:27: Es war damals nicht und es ist heute nicht.
00:09:31: gleichberechtigte Eltern schafft.
00:09:33: Ein Fortschritt für unsere Gesellschaft, für unsere Wirtschaft.
00:09:36: aber gleichzeitig bedeutet das auch zwei Dinge.
00:09:40: Nämlich es braucht Väter die übernehmen wollen und Mütter die über nehmen lassen.
00:09:48: Das heißt nicht dass Ernst davon einfach ist!
00:09:50: Das Wollen der Väter stößt nämlich auf ganz viele gesellschaftliche Erwartungen auf Arbeitgeber die vielleicht Die Augenbrauen hochziehen, die sind nicht frei.
00:10:01: Dass der Vater da jetzt weg ist aber auch auf Systeme, die noch nicht dafür gebaut sind.
00:10:09: Aber und das ist mir auch wichtig dass wir heute kurz vom Vatertag darüber sprechen es bedeutet auch das Loslassen der Mütter die dann vielleicht Schuldgefühle haben die verurteilt werden von anderen Müttern von der Gesellschaft Und die hinterfragt werden auch von anderen, ob das wirklich gut für das Kind ist.
00:10:31: Aber
00:10:32: und es ist mal ganz wichtig ... Und dann starten wir schon rein in die Episoden und in die Sequenzen mit den Männern.
00:10:40: Ich bin davon überzeugt, dass es Konsequenzen hat, wenn wir's nicht tun.
00:10:44: Zum einen für die Frauen, für die Partner also für die Männer, für Väter, unsere Kinder und ganz wichtig eh für die Kinder und diese nächste Generation einfach das von uns mitbekommt, für die wir die Vorbilder sind.
00:11:01: Und die sich von uns abschauen heute schon wie das Leben als Erwachsenen aussieht und wie es Leben als Eltern aussieht.
00:11:12: Genau dafür stehen all die Männer, die heute in dieser Folge hören werden.
00:11:18: fünf Männer, fünf sehr unterschiedliche Geschichten aber eine gemeinsame Botschaft.
00:11:24: Anfang ein Mächer, mit einem Mann, der mich wahnsinnig beeindruckt hat bei unserem Gespräch.
00:11:31: Peter L. Eppinger.
00:11:32: Viele von euch kennen ihn als eine der Stimmen von Ö-Trei und später als Teil des Teams rund um Sebastian Kurz.
00:11:42: heute ist Peter L.-Epinger Kommunikationscoach Und er war vor kurzem bei uns zu Gast und da hat er uns erzählt was er als neunzehnjähriger gelernt hat nämlich nicht aus Büchern, sondern tatsächlich aus allererster Hand als Zivildiener in einem Altersheim.
00:12:00: Und wie hat das deine beruflichen Entscheidungen beeinflusst?
00:12:05: Weil du bist jetzt Kommunikationscoach und coacht Leute für Auftritte.
00:12:11: Wie du sagst, du hast natürlich jetzt eine ganz andere Flexibilität und kannst auch in dem Alltag deiner Zeit ganz anders einteilen.
00:12:20: Haben die Kinder deine beruflichen Entscheidungen beeinflusst?
00:12:24: Sehr!
00:12:25: Weißt du, meine Kinder sind nur einmal klein.
00:12:29: Jobs gibt's mehrere.
00:12:32: Darauf setzt sich zu mir das.
00:12:33: Also, was Gerhard Rothschild sagt, sieht ganz gut aus.
00:12:37: Nachdem ich die Frau schon über dreißig Jahre kenne und sie ganz gut in schwarze trifft, hoffe ich auch, dass die Pogonose diesmal nicht in die Hose geht.
00:12:46: Weißt Du... Der Martin Kahrsurm, der ja auch bei euch schon mal war hat neulich auf einem BTM-Event wo ich war in der Autogeger Brauerei mit dem Flugschwanden auf der Bühne von Büchern und Studien erzählt.
00:13:01: Wo Menschen am Ende ihres Lebens was sie bereuen.
00:13:06: Und wie alle kleinen diese Ratgeber und diese Studierende und da kommt dann immer raus, hätte ich doch gern mehr Zeit mit den Kindern verbracht Hätte ich gern mehr das gemacht, was mir wirklich bedeutet hätte.
00:13:17: Ich habe diese Studien und Bücher als neunzehnjähriger inhaliert ohne dass sie sie gelesen haben.
00:13:23: Ich hab sie erlebt, ich war Zivildiener auf einer Betreuungstationen an Altersheim.
00:13:29: Das heißt, vor allem viele Damen auf der Zielgeraden ihres Lebens begleitet.
00:13:35: Es waren meist so Viererzimmer Und habe ich viele Damen am Abend gewaschen, niedergelegt, zugedeckt und Händchen gehalten und vor allem viel zugehört.
00:13:46: Keine einzige oder kein einziger hat damals gesagt man hätte ich nur gern mehr gearbeitet.
00:13:53: Ich wäre so gerne öfters der gewesen der noch mehr als letzter das Licht abgedreht hätte.
00:13:59: Alle!
00:14:00: Wirklich alle haben in dem Moment auch bedauert, dass selbst wenn noch wer da war von der Verwandtschaft, auch keiner mehr gekommen ist.
00:14:08: Sie zu besuchen.
00:14:10: Sie hätten alle gern mehr Zeit mit ihrer Familie gehabt, mit ihren Kindern gehabt.
00:14:13: Jetzt war diese Generation nicht immer in der Lage, mehr Zeit zu haben für ihre Kinder.
00:14:18: Aber es war sehr rasch für mich eine Adalamanlage darauf zu schauen, wenn's mir möglich ist wirklich mehr Zeit, mit meinen Kindern zu verbringen und das bringt ja nicht nur denen was sondern auch mir.
00:14:32: Wenn mich wer fragt, Peter wie geht's dir?
00:14:34: Gibt es eine Antwort die standardisiert kommt und ich meine sie auch.
00:14:38: Ich bin glücklich...und müde!
00:14:42: Und für beides sind die Kinder verantwortlich.
00:14:45: Genau, Peter sagt, ich bin glücklich und müde und für beide sind meine Kinder verantwortlich.
00:14:51: Das ist einer meiner allerliebsten Sätze aus dieser Folge.
00:14:57: In acht Worten super schön zusammengefasst, was Vereinbarkeit im Alltag bedeutet.
00:15:03: Also wir reden dann nicht von Work-Life Balance, wir reden nicht von einem perfekten Setup sondern wir reden von hey Leute ich bin glücklich und ich bin müde!
00:15:11: Und auch das passiert gleichzeitig und jeden Tag und jeder von euch da draußen ihr werdet es wissen, ihr wird sie spüren mit jeder Phase eures Körpers.
00:15:24: Glücklich und müde sein gleichzeitig ist etwas Wunderschönes Und Müdigkeit als Eltern ist etwas, was eine andere Müdighat ist.
00:15:37: Also diese Müdigkeit, die anders kickt und keine anzige Frau in diesem Altersheim, in dem Peter damals war aus neunzehnjähriger hat gesagt sie hätte lieber gern viel mehr gearbeitet und das finde ich super interessant.
00:15:52: dass ein Mann das sagt dass ein Mann mit dieser Erfahrung Inkarrenz geht und das ein Mann sich fragt, was will ich am Ende bereuen?
00:16:03: Peter war drei Monate Inkarenz.
00:16:06: Nur drei Monate – und das sage ich ganz offen!
00:16:10: Es ist nicht so viel aber er ist einer der wenigen Männer die ich kenne und es ist der große, große Unterschied, die danach anders gelebt haben.
00:16:19: Also die gesagt haben okay Ich gehe jetzt in Inkarens, ich übernehme in dieser Zeit die volle Verantwortung Meine Frau geht zurück in den Job, aber danach nach Dichs Akkurrenz.
00:16:32: Das ist keine Pause zwischendurch, danach lebe ich anders und die ihren Beruf der Zeit, der Definition von Erfolg wirklich in dieser Phase auch komplett neu kalibriert haben.
00:16:45: Und dann hat uns Peter noch was erzählt etwas, was er unbedingt für heute auch mitnehmen wollte.
00:16:52: Der Peter war als sein Sohn sein erster Sohn auf die Welt gekommen ist, mitten im Aufbau von einem politischen Projekt rund um Sebastian Kurz.
00:17:04: Und dann ist es zu ihm gegangen, Bundeskanzler der damals seinen Chefer und hat ihm gesagt hey ich gehe jetzt in Karrenz!
00:17:18: Aber du hast ja damals... Sag du Linus Ich wollte zu dem Gespräch zurückkommen das wir kurz angeteasert haben mit deinem damaligen Chef Mit dem Sebastian, der ja zufällig... Sebastian Kurz, der zufähig Bundeskanzler war.
00:17:35: In dem Moment als deine Frau dann schwanger war und du ihn angerufen hast und gesagt hast hey ich geh jetzt drei Monate in Karrenz!
00:17:44: Wie war das so?
00:17:45: Wie hat sie für die das angefühlt?
00:17:46: und wie für ihn?
00:17:48: was hat er
00:17:48: gesagt?!
00:17:49: Das war ein kurzes Gespräch.
00:17:54: Es war leicht anders.
00:17:57: Mein Sohn ist zwei siebzehnt auf die Welt gekommen und ich bin in der Politik eingestiegen.
00:18:03: Und mein Einstieg war schon spannend, weil ... Ich habe meinen frisch gebauten Sohn auf Händen gehalten und wir haben fern geschaut, Nina und ich.
00:18:13: Das war die Pressekonferenz wo Sebastian kurz erklärt hat also er übernimmt jetzt die Volkspartei zu folgenden Bedingungen Und ich hatte ein paar Tage zuvor schon mal ein Gespräch mit ihm, wo er mir erzählt hat, dass er eine Idee hätte für mich.
00:18:26: Ich habe ihn in dem Gespräch damals erzählt – das ist super und toll, ich wollte immer die Politik aber!
00:18:30: Ich werde grad Vater?
00:18:33: Das geht mir ein bisschen zu schnell.
00:18:35: Er hat gesagt ja, warte mal ab, es muss eh nicht gleich passieren so in der Richtung.
00:18:41: Und wenige Tage später schauen wir also diese Pressekonferenz, wo Sebastian Kurz sagt So jetzt zählt's und ich hab den Kleidern am Arm Dreh mich um zu meiner Frau.
00:18:50: Und sie merkt, ich wär ein bisschen angespannter und denk mal, hu!
00:18:54: Jetzt muss ich mich dann
00:18:55: entscheiden.".
00:18:55: Und sie sagt ... Ja Peter, der wird ja nicht gleich dich anrufen.
00:19:00: Ich hab ihr schon später auch da angerufen.
00:19:02: Und dann gesagt was ist bis dabei?
00:19:03: Dann gesagt, klar bin ich dabei.
00:19:05: Selbstverständlich.
00:19:06: Deswegen habe ich mich nie bei Ö-Drei verabschiedet.
00:19:09: Ich habe meine letzte Sendung gemacht ohne zu wissen, dass es meine letzte sendung war weil's so schnell gegangen ist.
00:19:14: Insofern sollte er jetzt da sein, der mir zugehört hat.
00:19:16: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:19:18: Ich darf das danke euch nachholen.
00:19:21: Und dann habe ich, da war der kleine Einjahr, bin ich zu Sebastian gegangen und ich weiß noch genau wo er gestanden ist in diesem riesengroßen Holzgedäffelten Zimmer hinter dem großen Tisch.
00:19:33: Das war so einer dieser Termine zwischen zwei Pressekonferenzen einem Ministerrat unter einem wichtigen Termin keine Ahnung.
00:19:40: Aber ich hab ihm gesagt du Sebastian nicht gehst in Karrenz?
00:19:42: Ich bin jetzt dann drei Mal wieder weg!
00:19:45: Und er hat mich angeschaut und gesagt, gut ja wenn du das für wichtiger achtest dann machst du das.
00:19:50: Das war besprochen.
00:19:51: Wow!
00:19:53: Ja aber nichts anderes habe ich mir erwartet.
00:19:55: also wir haben immer ein sehr amikales und sehr offenes Verhältnis gehabt und wenn man noch dazu bei der Partei ist oder eine Interessensvertretung die die Familie hoch hält dann kannst du eigentlich nur diese Antwort geben alles andere wäre unglaubwürdig.
00:20:13: Ja, alles andere wäre unglaubwürdig und dieser Satz ist einfach schon... Der ist schon bemerkenswert.
00:20:19: Nicht weil er von einem Bundeskanzler kommt, sondern obwohl das natürlich eine super nette Story ist, sondern wenn eine Organisation eine Familie hochhält kann der Chef nicht einfach nachsagen.
00:20:33: Und ich kenne es selbst bei mir also auch in dem Unternehmen gehen Väter in Inquerenz unter Kunde.
00:20:43: ich doch, never ever konnte die Naas sagen im Gegenteil.
00:20:46: Ich unterstütze das.
00:20:47: Ich finde es großartig wenn Männer das machen weil alles andere wäre ja natürlich unglaubwürdig!
00:20:52: Ich kann ja nicht die Familie hochhalten und für Vereinbarkeit kämpfen und dann sagen naah das tagt man jetzt nicht Und... Das geht eben nicht nur für jedes Unternehmen, das sie auf der Website schreibt.
00:21:06: Familie sei ihnen wichtig!
00:21:07: Wir sind jetzt auch von Konuno ausgezeichnet worden als superfamilienfreundliches Unternehmen.
00:21:13: Da kann ich natürlich nicht die Augenbrauen hochziehen.
00:21:16: und Politiker, der für Familien steht und Familie als wahnsinnig wichtig predigt, kann natürlich... nicht nassagen.
00:21:25: Also wie gesagt, alles andere wäre unglaubwürdig
00:21:27: und
00:21:28: große Hochachtung und ich finde es großartig vom Peter das er gesagt hat Ich gehe in Karrenz aber ich find's auch großartige von Sebastian Kurz dass er so reagiert hat.
00:21:43: Das ist perfekt.
00:21:45: Jetzt komme ich zu meinem Mann Jürgen.
00:21:48: Jürg war zweimal fünfzehn Monate in Karrents.
00:21:52: Das klingt jetzt Erst mal nach einer Zahl, aber das muss man für die vorhin Redaktionssätze.
00:21:58: Insgesamt waren es zweimal mehr als ein Jahr aus dem Grund weil bei uns im Ort die Krabbelgruppe erst ab achtzehn Monate ist.
00:22:07: ich war drei Monate zu Hause immer und dann hat der Jürgen übernommen einfach bis die Kleinen jeweils achtzehnt Monate waren und in die Krapelgruppe gehen konnten.
00:22:19: Dann kommt die Eingrappelungsphase Und dann geht's eigentlich los.
00:22:23: In Relation dazu gesetzt ist, in Österreich gehen nur null vier Prozent der Väter länger als sechs Monate in Kerrenz und Jürgen hat es einfach gleich zweimal gemacht.
00:22:33: Und das finde ich einfach großartig und ich bin auch mega dankbar dafür dass wir das so gelebt haben.
00:22:41: und to be honest er hat sich dabei keine Illusion gemacht was ihn erwartet und er grenzt sich ein ganz stark von einer bestimmten Menge an Kategorie von Vätern ab.
00:23:01: Gab es eigentlich irgendwelche Zweifel oder Vorurteile, mit denen oder Diskussionen auch zwischen euch?
00:23:09: Wie das losgestattet ist mit der Grenz?
00:23:12: oder auch in der Querenz?
00:23:13: Natürlich, natürlich macht man sich Gedanken darüber und weiß einfach so... Also für mich nur ein Sonderfall ist.
00:23:19: Weil ich kann jetzt nicht fühl die so langen Väter, die so lange in Querenzen gehen.
00:23:23: Ich kann viel diese zwei Monate machen.
00:23:25: Sie werden mir alle heißen meine Freunde, die das gemacht haben.
00:23:27: Das sind die Halledei-Querenzler, die dann genau das zwei Monate ein bisschen reisen haben.
00:23:32: Wir sind zwei Monate in Thailand im Vollkuhlmachenden-Familien-Chip.
00:23:36: Das ist keine Querenze also das ist eine verlängerte Urlaub, das ist nett
00:23:41: Ja, also immer sagen.
00:23:42: Ich liebe diesen Begriff Hollidecker-Renzler und ich möchte jetzt gar keine Väter da draußen blämen überhaupt nicht im Gegenteil!
00:23:51: Also ich finde es großartig für alle Familien die diese Zeit für sich nutzen auch für Qualitätszeit aber... also für Qualität ist ja das Familie Und es ist absolut okay.
00:24:03: Aber es ist eben ein Unterschied Ob man zwei Monate mit dem Baby oder der Mama irgendwo hinfährt, Qualitäteszeit als Familie verbringt Oder ob man wirklich übernimmt.
00:24:14: Ob man die Verantwortung übernommt, ob man zuständig ist und dann... Das bedeutet auch dass man alleine dasteht wenn das Kind schreit, wenn man nicht weiß warum, wenn die Kinder krank sind.
00:24:26: Und was Karenz wirklich bedeutet hat Jürgen sehr sehr klar beschrieben Was hast du unterschätzt?
00:24:35: Ja ich hab einfach unterschädzt wie viel Arbeit es ist Eman im Brau Jede Mutter, jeder, du stehst in der Nachteilweise zehnmal auf.
00:24:44: Das haben wir uns immer aufgeteilt.
00:24:46: Man hat gute Phasen mit den Kindern, man hat schwierigere Phasene oder herausfordernde Phasens.
00:24:53: Ich habe mir teilweise am zehn Uhr am Vormittag gedacht, weil ich schon so lange munter war.
00:24:57: Ich bin einmal zu einem Handelverkaufsstand gegangen und hab gesagt, ich brauche jetzt einen Hunger gehabt, der hat schon so lang aufgeworfen.
00:25:03: Der sagt zu meiner Kollegin, es ist zehn am Vomittag, ich sage Alter!
00:25:06: Ich bin schon seit vieren auf, ich brauch jetzt was zum Essen.
00:25:09: Für mich ist ein halber Tag schon gelaufen sofort.
00:25:12: Und ja, es ist einfach extrem viel zum Tor nebenbei.
00:25:17: Ich muss dazusagen ich habe das auch völlig unterschätzt.
00:25:20: Ich hab noch mit meiner Geschäftspartnerin Eva, wir haben gerade eine Firma aufgebaut nebenbei die da wirklich das meiste natürlich gestemmt hat in der Zeit wo ihr in Querenz war.
00:25:28: aber du musst Entscheidungen treffen und, also ich habe einfach echt viel zu dem Tor gehabt und ich wollte aber auch die Kinder, ich wollte einfach die Zeit... Man nimmt sie dann immer vor, ja man muss die Zeit genießen und man ist zu Hause mit den Kindern.
00:25:42: Man will nach VfB beibringen beim ersten noch mehr, beim zweiten ändert sich das dann schon ein bisschen.
00:25:46: da ist man dann schon kühler und gesattelt, sagt man da oder?
00:25:52: Oder mehr Profi Der rennt dann eher mit.
00:25:56: Und ja, es waren ganz viele.
00:25:58: Dann Corona ist noch gekommen in meiner Querenz, weil ich mich kaum treffen kann.
00:26:02: Da bin ich nicht dreimal am Tag laufen gegangen, sondern gefühlt sechsmal.
00:26:04: Ich hätte eigentlich nur mal ein neues Kinderwagen gebraucht.
00:26:07: Das ist aber dann nicht so gut da und da war nur der erste am Start.
00:26:11: Dann haben wir den zweiten noch nicht gehabt.
00:26:12: Mit wem triffst du?
00:26:15: Du hast einfach keine sozialen Kontakte gehabt.
00:26:17: Es war schon eine sehr fordernde Zeit!
00:26:20: Also das war alles sehr fordern.
00:26:21: Querenze ist fordernd
00:26:23: Das ist lustig.
00:26:25: Ich sage auch immer, gerade in der ersten Phase haben wir gesagt ein Tag im Büro ist wie Urlaub im Vergleich.
00:26:31: ich glaube da kann Ihnen es bestätigen dass man das so fühlt.
00:26:36: aber ich finde es spannend dass du
00:26:38: da
00:26:40: einerseits gemerkt hast dass es viel Arbeit ist und nicht nur die netten Playtits am Spielplatz die dann auch irgendwann langweilig werden
00:26:49: komplett
00:26:51: Genau.
00:26:51: Und gleichzeitig ist eben auch die Überforderung da mit Firmen, weil ich hatte das auch ... Ich hatte letzte Woche so eine schlaflose Nacht und musste am nächsten Tag einen Workshop halten und hab nur ein Sturm geschlafen.
00:27:00: Da war viel so in das jetzt irgendwie hinkriegen wie so ein Klang Gedanken überpfassen oder dann irgendwie zehn Leute moderieren und so.
00:27:07: Und dann bin ich draufgekommen ja in meiner Karenz zwar mit zwei Kindern hintereinander.
00:27:12: Das war normalzustand, dass du einfach schlafflose Nächte hattest und du musst funktionieren!
00:27:20: Findest du, ist das irgendwie nicht ein Bootcamp?
00:27:23: Es ist ein volles Bootcamp.
00:27:24: Also es ist ein voller Bootcamp und ja, es ist extrem herausfordernd.
00:27:31: Es ist viel vordernder als ein stressiger Tag im Job weil man einfach nicht selbstbestimmt ist den Tag natürlich richtet man sich so dass man ablauf hat aber mit Kindern Passieren einfach ganz viele Sachen, die sind unplanbar.
00:27:44: Der ist krank.
00:27:45: Das ist für mich immer mein Horror-Szenario.
00:27:48: Kranke Kinder, es ist nicht mal steckend gefährd.
00:27:51: Genau, Bootcamp!
00:27:52: Genau das ist es.
00:27:54: und es ist so wichtig, dass zu sagen auch für alle Mütter, die das draußen gerade hören, endlich sagt er mal jemanden, dass das einfach auch eine Phase der Karenz und der Elternzeit zu Hause kann schon wie ein Bootcamp anfühlen Und es ist total egal, ob das der Vater macht oder die Mutter macht.
00:28:14: Es ist sicher eine wunderschöne Zeit aber auch eine sehr herausfordernde Zeit
00:28:21: und
00:28:22: es ist einfach eine harte unsichtbare und unbezahlte Arbeit.
00:28:27: Ich finde es voll spannend dass wenn Männer sie machen dann auch ehrlich darüber reden und dass das vielleicht auch ein bisschen andere Bedeutung bekommt.
00:28:38: Das ist nicht immer gut ankommen Ich mein, jetzt mal davon abgesehen was mir alles vorgeworfen wurde.
00:28:49: Aber er ist nicht immer gut weggekommen.
00:28:51: Und zum Thema Feiern das kann ich auch noch be.
00:28:54: Also hat mich wer gefeiert oder nicht gefeuert?
00:28:57: Also wir haben ganz viele Mamas und ja, voll cool.
00:28:59: Und das ist ein Wahnsinn!
00:29:01: Das müssen viel mehr Väter machen.
00:29:03: Ich habe wirklich Verachtung erfahren.
00:29:08: Wirklich?
00:29:08: Ich kann euch auch ein gutes Beispiel sagen zum Beispiel.
00:29:13: Das habe ich aber dann ganz gut gekannt hat.
00:29:15: Ich hab die Frau noch nie gesehen.
00:29:17: Das war vom Spülplatz... Und wir sind irgendwie noch ins Reden gekommen und sie hat dann gesagt, dass ich mich schon mehrmals gesehen habe.
00:29:23: Ich bin so engagiert und da bin immer Urlaub nehmen und so mit den Kindern und ich hab gesagt, nein, ich bin halt in Quarantz!
00:29:28: Mit die zwei Buben und hin und her.
00:29:30: Die haben mir dann angeschaut und gesagt das versteht sich gar nicht wie man das zulassen kann, dass dieser Mann macht und es gangen.
00:29:37: Ich habe auch nicht gewusst, was die beruflich macht und war leicht getischt.
00:29:40: Und dann hat man ein anderer Freund erzählt, der die kennt und gesagt ist Polizistin.
00:29:45: Ich hab es dann irgendwie drei Wochen nochmal drauftroffen im Park und hab mir gedacht also auf dem Spielplatz.
00:29:51: und da haben wir gedacht okay das muss ich jetzt kantern.
00:29:53: Wir sind irgendwie wieder ins Gespräch gekommen oder ich hab das Gespräch gesucht.
00:29:58: Was machst du eigentlich beruflich und so?
00:29:59: Nein, es ist Polizistin.
00:30:00: Und ich werde dann gesagt sagen, ich verstehe das überhaupt nicht, dass so ein Joppa-Frau körperlich ausüben kann.
00:30:05: Das ist ja Wahnsinn!
00:30:07: Das war mir irgendwie sehr wichtig, dass sie versteht was falsch gemacht hat.
00:30:11: Ja also... Ich liebe diesen Mann einfach wirklich, wirklich sehr.
00:30:16: Ich möchte jetzt auch kurz noch bei mir bleiben weil Jürgens Querenz Geschichte natürlich nicht nur seine Geschichte, sondern auch meine Geschichte.
00:30:26: Meine Geschichte wie ich mit Mutterschaft umgegangen bin.
00:30:30: Und wir haben in der Folge auch super viel darüber gesprochen, wie wir das finanziell geregelt haben weil es für sehr viele Paare natürlich auch eine entscheidende Frage ist ob man es macht aber gleichzeitig auch einer über die selten offen gesprochen wird.
00:30:51: Wir haben's getan.
00:30:53: Mit der EF-Schließung sind wir schon zum richtigen Team geworden, aber in dem Moment, wo wir erfahren haben, okay, wir bekommen ein Baby.
00:31:00: Das ist ja ein absolutes Wunschkind war und ab jetzt... Also das war wirklich keine Diskussion, das war innerhalb von zwei Tagen war es erledigt wie um die Konten zusammengelegt, weil man gesagt hat, das kann doch nicht sein dass ich in diesen Jahren natürlich ganz normal weiter verdiene auch meine Karriere Sprünge mache unter.
00:31:21: Jürgen macht Pause.
00:31:22: Also ey, das was ich voll oft sage so die Frauen werden oft aus oder lassen sich oft ausbremsen unbewusst.
00:31:29: Das haben wir geschaut dass sie seit bei uns überhaupt nicht der Fall ist
00:31:32: und
00:31:33: dann auch Versicherungsjahre an den Jürgen überschrieben und was man ja was ja gesetzlich möglich ist.
00:31:41: also da bist du Jürg mehr Profi wie ich.
00:31:45: aber es funktioniert
00:31:47: nur so dass das immer passt für beide Seiten.
00:31:50: Also bei uns ist es auch, da gibt's nicht der Arnei, hat er jetzt an, keine Ahnung, ein Tausender Mehrzeug fürs Haus wieder andere?
00:31:55: Nein!
00:31:55: Weil das gibt's bei uns nicht.
00:31:56: Bei uns ist alles was wir erreichen oder alles was Wir verdienen gehört uns automatisch gemeinsam.
00:32:02: weil ich kann nur und ich aber nur in dieser Zeit meine Karriere weiterentwickeln können und auch nur diesen Earnout machen können, weil Ich den Jürgen zu Hause hatte, der mir den Rücken freigehalten hat Genau, wir haben alles in einen Top geworfen.
00:32:17: Weil unserer Meinung nach einfach das so ist, wenn man in dem Moment wo Anna ein näher oder eine von beiden aufhört zu arbeiten damit der andere oder die andere es kann und ein nähere oder eine beim Baby bleibt ab diesem moment ist es einfach ein Teamprojekt.
00:32:40: also Elternschaft ist ein gemeinsames Projekt dass es einfach geht meiner Meinung, unserer Meinung nur als Team.
00:32:48: Und dann kann ich nicht mehr sagen es ist mein Verdienst im wahrsten Sinne des Wortes auch mein monetärer Verdienst auch nicht deiner Es ist einfach unseres weil Ich kann meine Karriere nur weiter verfolgen ich kann nur Geld verdienen in eine Erwerbstätigkeit gehen Weil jemand anderer sich um das gemeinsame Kind kümmert.
00:33:12: und Das ist einfach, finde ich so wichtig.
00:33:16: Dass man sagt wie teilt man sich das tatsächlich richtig gut auf?
00:33:21: Und wer übernimmt auch in welcher Phase des Lebens, in welch einer Phase der Elternschaft In welcher eine Phase der Familienzeit?
00:33:32: Welche Rolle und Ist es Aufgeteilt?
00:33:37: teilt Man sich dass auf?
00:33:38: ist das fasenweise aufgeteit?
00:33:39: ist das jahreweise auf geteilt?
00:33:42: ist das zeitlich innerhalb des Jahres aufgeteilt?
00:33:48: oder wie macht man es einfach?
00:33:50: und das ist ganz, ganz wichtig.
00:33:51: Und wir haben einfach gesagt okay alles in einen Topf und alles was wir verdienen egal wie sei das jetzt wirklich das monatliche Gehalt?
00:33:59: Seien das irgendwelche Boney die es ja auch gibt?
00:34:02: Egal was!
00:34:03: Es gehört alles uns gemeinsam Und das ist etwas, auf was wir auch wahnsinnig stolz sind.
00:34:10: und was sonst unseren Alltag und unsere Gespräche und unsere Ausgaben und alles, was wir tätigen.
00:34:17: Alles, was für die Zukunft planen und investieren, was uns einfach wirklich alles wahnsinnigt vereinfacht hat.
00:34:26: Und keiner von uns wäre heute da wo er ist ohne den anderen.
00:34:38: gab es das Weinen im Auto, als ich am allerersten Tag nach meiner allererste Elternzeit in die Firma gefahren bin.
00:34:45: Es gab der schlechte Gewissen und es gab ständig das Gefühl sich erklären zu müssen.
00:34:52: Und meine Söhne sind mittlerweile vier und sieben Jahre alt und das Gefühl ... all diese Gefühle gibt's einfach immer noch.
00:35:00: Das verschwindet nicht nur weil man weiß dass man das Richtige tut.
00:35:04: Und das ist einfach die Realität hinter unserem Modell hinter einem sehr schönen Modell, wie ich finde.
00:35:12: Und das gehört dazu!
00:35:15: Jetzt komme ich zum nächsten Mann, zum nächsten Vater Martin Kassworm.
00:35:20: Martin ist Gründer und CEO von Chaka Two einer Eventagentur eines sehr bekannten oder erfolgreichen Eventagendurs in Salzburg.
00:35:29: Er macht ein großartiger Events und er hostet gemeinsam mit Florian Geschwandner den erfolgreichen BTM-Podcast zu dem selbst zweifacher Vater.
00:35:41: Er war kurz vor Weihnachten bei uns zu Gast und er hat in diesem Gespräch einige Dinge gesagt, die ich sehr spannend und sehr beeindruckend fand.
00:35:53: Und das erste ist ein sehr unkonventionelles Konzept, dass Martin und seine Frau Marianne leben und wahrscheinlich auch weil Marianna aus der USA-Kompon einen anderen Ansatz mitbringt.
00:36:09: Und was ich
00:36:10: total
00:36:10: cool finde, sie haben sich noch vor der Geburt ihres ersten Kindes professionelle Unterstützung geholt.
00:36:16: Nicht, weil sie irgendeine Krise gegeben hat sondern einfach wirklich präventiv, weil Sie gewusst haben ein Kind verändert alles!
00:36:27: Und ja damit haben sie absolut recht aber sie wollten perfekt vorbereitet sein.
00:36:33: Das dritte, das überrascht vielleicht davor.
00:36:35: Aber das würde ich sagen, schalte es nicht zurück und habe viel von meiner Frau gelernt.
00:36:39: Von irgendwie Patherapie, Psychologe, Mediator... Weil das haben wir!
00:36:45: Und meine Frau ist da mega cool, weil sie aus einem amerikanischen Kimpf das erste was wir gemacht haben wie man irgendwie sie gewusst hat.
00:36:50: Wir sind schon so furcht ohne dass wir Troubles gehabt haben aber sofort am Psychologen waren ein paar Therapeuten und dann mal mit dem durchreden Wie fühlt sich jeder?
00:36:58: Was kommen jetzt auf uns zu?
00:36:59: Wie können wir uns vorbereiten?
00:37:01: Und das hat uns die letzten Jahre so geholfen, weil immer wenn irgendwie ein Thema ist oder wenn wir sagen, da gibt es was dann fahren wir dahin und machen Session.
00:37:09: Ja also wirklich präventiv zum Psychologen bevor das Kind da ist finde ich außergewöhnlich mutig und super klug.
00:37:17: aber auch bin ich mega mega dankbar dass der Mati mit uns diese Geschichte auch geteilt hat!
00:37:27: Wir wissen alle die Zeit nach einer Geburt ist die härteste für für jedes Paar.
00:37:32: Es ist die Zeit, wo sehr viele Paare auseinander triften und dann ist natürlich man hat dann wahrscheinlich auch keine Zeit irgendetwas zu machen, irgendeine Therapie zu gehen sich Hilfe zu suchen also superklug das vorherzumachen dass gar nicht so weit kommt.
00:37:50: Und das zweite was Martin uns erzählt hat war über der Setup Zuhause über die OPA die sie haben.
00:38:00: Warum sie auch sagen, als Familie?
00:38:02: Als eine Familie wo beide einen verantwortungsvollen Job haben.
00:38:09: Es geht nie wieder ohne OPER!
00:38:11: Und deswegen ist das für uns ganz wichtig essentiell und wir haben gesagt, wir würden nie wieder Ohne.
00:38:16: Irgendwann wird sicherlich der Zeitpunkt gekommen, wo die Kinder gewisse Söder haben, wo es sich nicht mehr braucht.
00:38:20: Das ist glaube ich auch klar.
00:38:21: Aber so jetzt in dieser Phase ist es... Die fünfzehn Stunden in der Woche, auf dem man zugreifen kann, ist das ein Traum.
00:38:28: Genau, nie wieder ohne Sei es nie wieder ohne Europäer, nicht wieder ohne andere Unterstützung.
00:38:36: Verstehe ich vollkommen, kann ich maximal nachvollziehen.
00:38:40: Ganz einfach weil Vereinbarkeit von einem verantwortungsvollen Job, von jedem Job und Familie ist einfach net nur eine Frage der Haltung oder von einem perfekt organisierten Terminkalender sondern es ist auch ein Frage der Infrastruktur.
00:38:56: Man muss das einfach organisieren.
00:38:58: Wer kann helfen, wer kann einspringen?
00:39:02: Wie macht man es?
00:39:02: wie in welcher Betreuung?
00:39:04: Setup geben wir rein?
00:39:06: Habe ich familiäre Unterstützung in Form von Tantenanklgroßeltern oder hole ich mir tatsächlich auch Unterstützung von außen in Form fixe Bevisiter Leihoma oder eben ein O-Pair.
00:39:21: und der Martin hat uns dann noch etwas mitgegeben eigentlich fast zu nebenbei und wir haben über Mental Load mit ihm gesprochen.
00:39:34: Und darüber wäre auch die unsichtbare Arbeit im Kopf hart, und da hat der Martin etwas sehr spannendes gesagt.
00:39:46: Man hört schon raus.
00:39:47: also die Marianne ist eigentlich diejenige, diese ganzen Mental-Load-Themen...
00:39:51: Die müssen sie den Podcast zitten!
00:39:55: Ja, wir müssen mit seiner Frau reden.
00:39:59: Wir laden sie noch mal ein, weil sie ist bestimmt eine sehr starke und sehr kluge Frau.
00:40:05: Die alles im Kopf hat.
00:40:07: Und diese Aussage in einem Podcast finde ich einfach super, super ehrlich.
00:40:11: Ich respektiere das vor, weil ich auch der Meinung bin, dass viele Männer das gar nicht sagen würden.
00:40:19: Sie würden sagen, wir haben ein tolles System, es funktioniert alles super!
00:40:22: Martin sagt aber nachher, Leute, meine Frau einladen müssen und eigentlich müsste sie hier sitzen.
00:40:30: Gleichzeitig hat er auch das gesagt.
00:40:33: Ist es bei dir ein mentales Thema?
00:40:36: Oder ist es so was, wo du sagst, nein, es ist organisiert weil du bist ein organisierter Typ und du kannst das eigentlich sehr gut in deine Boxen ablegen und sagst ne, das ist mein Ding dann da bin ich bei der Familie und dann ist das also...
00:40:46: Ich glaube einfach, da buffert meine Frau brutal viel ab.
00:40:49: Das glaube ich schon.
00:40:50: Natürlich tue immer vielleicht leichter, weil ich mich nicht schnell... ...ich bin eine sehr palensierter Typ, ich lass mir sicher nicht schnell aus der Ruhe bringen oder irgendwie fliebbar aus, oder keine Ahnung.
00:41:00: Oder bin da koläerisch?
00:41:02: Das ist gar nicht... Also ich glaube das hilft mir im naturell, dass ich da sehr gelassen bin und wie gesagt ganz viele Sachen kehren wir noch gar nicht zu mir heran weil meine Frau die vielleicht schon irgendwie abfedert.
00:41:12: Da buffert meine Frau brutal ab!
00:41:17: Und das ist jetzt überhaupt kein Widerspruch zu einem was man vorher gehabt hat.
00:41:20: Es ist einfach die Realität.
00:41:22: Und es ist auch die Realitet in sehr vielen Familien.
00:41:28: Sie ist sehr, sehr viel aufteilen und wo beide Teile einfach sehr viel Verantwortung auch tragen.
00:41:35: Aber es ist oft so dass einer mehr trägt und mehr denkt, mehr aufwängt und es ist of die Frau!
00:41:43: Martin weiß das, er sagt das und Allah!
00:41:48: Das Bewusstsein und diese Ehrlichkeit finde ich wie gesagt großartig und ist schon das was wir für unsere Gesellschaft brauchen.
00:41:55: Dass man sich einfach auch dessen bewusst isst Und das finde ich einfach voll wichtig, voll relevant und voll spannend.
00:42:03: Ein weiterer Mann mit dem wir auch gesprochen haben ist Kambis verantwortet die Start-up-Szene bei der Wirtschaftskammer Österreich und ist auch ein junger Papa also selbst Vater eines kleinen Sohnes und hat das Thema Vereinbarkeit in unserem Gespräch auf eine ganz andere Seite aufgemacht.
00:42:29: und er denkt super in Systemen.
00:42:32: Und er denkt ins Set-Ups, auch in Infrastruktur.
00:42:37: Wann habt ihr euch das überlegt mit der Nenne?
00:42:40: War das schon, wo der Sohn schon da war oder war es schon quasi im ersten Moment, wo ihr von haupts dass ihr jetzt älternd werdet.
00:42:47: Also wann ist diese Entscheidung gereift und getroffen worden wie ihr euch dieses Setup aufbauen wollt?
00:42:53: Oder dass ihr euch auch dieses Set-Up aufbaut, dass ihr beide weiterarbeiten wollt?
00:42:58: Meine Frau hat ja relativ früh nach dem Boot begonnen zu arbeiten.
00:43:00: Sie ist eine Eigenunternehmen, sie ist ja Aktuarin für sich ums Mathematikerin.
00:43:05: Er ist ein KMU, kleiner als Unternehmen.
00:43:08: Und Juli, das Kind bekommen und im September wieder Teilzeit begonnen.
00:43:13: Was für viele schon mal ich vorstellbar ist.
00:43:16: Also gleich nach dem Motorschutz?
00:43:17: Ja, ja, wird das Tussi oder jemandem's genau gleich.
00:43:21: Aber für Sie ganz klar!
00:43:22: Sehr selten aber es funktioniert.
00:43:24: Und du musst natürlich, aber wie gesagt, das Setup muss passen.
00:43:26: Du musst auch eine Arbeit haben, die ermöglicht, dass ein Remote zuschlafen wird.
00:43:29: Genau!
00:43:29: Also das Set-Up muss einfach passen und da hat er es so recht.
00:43:33: Seitdem ist die Wohnung nah am Kindergarten... Auch sie haben einen Nennepfamilie in der Nähe.
00:43:40: Erst sagt es sind keine Kleinigkeiten, das sind Voraussetzungen.
00:43:42: ich sehe das auch so, dass man sich einfach sein Set Up drumherum bauen muss aufbauen muss und darf.
00:43:51: Es gibt ja auch das Sprichwort.
00:43:53: It takes a village to raise a child und vielleicht ist es einfach so, es braucht ein Dorf um Kinder groß zu ziehen.
00:44:02: Ich stelle mir da immer irgendwie die so kleine skalische Dorfe vor.
00:44:05: deswegen bin ich nicht immer ganz so happy mit diesem Ausdruck weil wir immer ein bisschen an Astraksen oberlich denken müssen.
00:44:11: Vielleicht muss ich einfach dieses Bild einmal aus meinem Kopf rausbringen.
00:44:14: aber ja es braucht einfach ganz viel Unterstützung damit dass Einfach wird, damit es einfacher wird und dass es einfach leichter wird.
00:44:23: Und
00:44:24: besser funktioniert.
00:44:26: Kanbis hat dann noch etwas gesagt was mich super gefreut hat weil's einfach ein Vorurteil direkt angreift nämlich das Gründen- und Familie sich ausschließen.
00:44:36: Also
00:44:36: ich denke jeder der viel arbeiten will soll arbeiten egal wie viel.
00:44:40: Das ist die eigene Entscheidung wenn man's will und für gewisse Sachen muss schon viel Zeit dran investieren.
00:44:45: aber ich glaube das Ziel sollte ja ungekehrt sein mehr herauszuholen, indem man immer weniger arbeitet.
00:44:52: Ich selbst arbeite sehr gerne.
00:44:53: Ich arbeite gerne sieben Tage die Woche.
00:44:55: ich liebe es zu arbeiten nicht immer aber zum großen Teil.
00:44:59: Aber das Ziel sollte eher sein und das ist auch sich als ein Unternehmens oder?
00:45:03: Ich will immer effizienter werden, effektiver werden.
00:45:06: Oder?
00:45:06: Ich bin nicht immer mehr stunden rein investieren damit ich mein Output habe sondern umgekehrt.
00:45:09: Ich möchte so effiziente wenn dass ich weniger rein investiere und mir Output behalte.
00:45:13: Das muss das Ziel sein.
00:45:15: Aber wenn da jemand schon auf sich arbeiten will, soll er machen gerne.
00:45:19: Das Ziel sollte in die andere Richtung gehen, das denke ich.
00:45:22: und wenn man das aushält und das mag gerne, ich glaube manchmal verausgaben sie sich einfach vor allem wenn es dann etwas ist was jetzt auch nicht immer hundertprozentig gefällt.
00:45:31: oder ich glaube wenn es einem gefällt was man macht ist anders.
00:45:34: wenn ich schon auf den Nerven geht, muss man aufpassen.
00:45:41: Dann besteht wirklich das Risiko, dass man da irgendwie ausgelagelt ist mit der Zeit.
00:45:46: Also man braucht einen anderen Ball an uns und ich habe es eh vorhin erwähnt.
00:45:49: Ich fähigst nun dann immer und nimm nämlich keine Haar meiner Familie und die schaffen das zu managen weil sie halt sehr effizient das machen, weil sie Erfahrung mit reinbringen etc.. Ich glaube auch jetzt in den letzten zwanzig Monaten wie wir gelernt haben mit meinem Sohn noch mehr Geduld!
00:46:03: Da kann ich gewisse Sachen nicht so schnell machen.
00:46:06: Hat mich wiederum ein bisschen meiner Arbeit auch weitergebracht, wie ich Menschen umgehen oder wie ich gewissere Sachen sehe.
00:46:12: Also Hasselkultur, wer möchte ja?
00:46:14: Aber ich denke das sie sollte in eine andere Richtung
00:46:16: gehen.".
00:46:16: Er sagt nämlich die fähigsten Unternehmerinnen und Unternehmer haben eine Familie weil sie effizienter sind, weil sie besser priorisieren können und weil sie gelernt haben was wirklich wichtig ist.
00:46:31: Diese Aussage deckt sie einfach mit allem, was ich in den letzten Jahren erlebt habe.
00:46:37: Also meine Kinder haben wir einfach wirklich... also ich glaube, ich war schon immer gut organisiert aber jetzt bin ich auch wirklich priorisiert.
00:46:46: Meine Kinder haben mir beigebracht im Blöcken zu denken und nicht jede E-Mail sofort zu beantworten.
00:46:53: Wenn ich eine E-mail bekomme dann muss sich nicht sofort reagieren.
00:46:55: wenn ich kann das einfach liegen lassen.
00:46:59: Es ist eh in meiner inbox, ich antworte morgen drauf wenn nicht der Hut brennt.
00:47:04: Ich bin ja nett!
00:47:05: Ich muss nicht ständig erreichbar und greifbar sein.
00:47:10: Ich muss Antworten geben, da sein, präsent sein aber nicht rund um die Uhr.
00:47:17: Aber was mir beschäftigt ist wir brauchen einfach dieses Setup.
00:47:24: Die Vereinbarkeit ist ein bisschen so ein Infrastrukturprojekt.
00:47:28: Vielleicht ist das der richtige Ansatz, dass man sagt okay wie baue ich das?
00:47:32: Wie mache ich mein Projektmanagement?
00:47:34: Wer übernimmt das Projektmanagement und... Das kann einfach nicht nur an einer Person liegen.
00:47:41: Aber auch ganz spannend ist ja es kann nicht nur in einer Person legen.
00:47:47: und Peter El Eppinger hat uns auch erzählt und das springe ich auch zum Peter zurück er hat uns gesagt warum eigentlich Männer nicht in Querenz gehen.
00:48:00: Und das war etwas, was ich total eine spannende Aussage gefunden
00:48:06: habe.".
00:48:07: Aber hast du irgendwelche Männer aus deinem Umfeld irgendetwas gehört zu?
00:48:10: Bist du gestern, du in Qurenz oder eher bist du mehr gefeiert worden eben und hast dir gedacht warum werde ich so gefeuert und die Nina nicht?
00:48:17: weil...
00:48:18: Ja genau darauf wollte ich vorher raus so sehen!
00:48:20: Also es war schon sehr ... Ich würde sagen überraschend aber auffallend dass Alex sagt wie toll und wie super und wie großartig Das ist von mir.
00:48:30: Und in Wirklichkeit waren es jetzt drei Monate, die ich mich rausgenommen habe.
00:48:34: Jetzt lebe ich das noch ein bisschen anders als vielleicht andere, die dann dreimal oder sagen zack und das mache ich meinen Job wieder weiter weil es halt so ist oder wenn man das organisiert hat dein Leben.
00:48:44: aber Ich würde mir schon ein bisschen mehr auch Ich übernehme gerne euer Wort auf Feiern von Frauen übernehmen.
00:48:52: Vor allem weißt du die...ich glaube ja dass viele Männer auch davon abhält Erstens mal, wie die Ilias gesagt hat.
00:48:59: Weil es halt so ist wenn man sie immer schon so gemacht hat und zweitens weil sich ganz viele Männer halt anders definieren.
00:49:05: Erfolg heißt für Sie weiterkommen im Beruf den nächsten Titel zu bekommen das nächste Büro der nächsten Dienstwagen das nächste tolle Projekt Und dann Männer ganz viel Angst davor haben Wenn sie mal weg sind dass das nicht mehr so ist.
00:49:21: Männer haben Angst, dass wenn sie immer weg sind, dass alles weg ist.
00:49:25: Der ganze Status, die Sichtbarkeit und die Karriere.
00:49:29: Ja vielleicht ist das der Grund warum wir immer noch bei Null, vier Prozent sind bei Männer, die in Querenz gehen oder auch eine gleichberechtigte Elternschaft leben?
00:49:42: Vielleicht ist es so!
00:49:44: Und gleichzeitig muss diese Angst ja auch unbegründet sein oder werden.
00:49:53: Peter sagt, er hat bei U-trei erlebt wie Männer nach einem Jagdreins zurückkommen sind und weitergemacht haben als wäre nichts gewesen.
00:50:00: Ich muss auch sagen ich kenne das von meinem Mann.
00:50:02: Auch der ist wieder ins Berufsleben eingestiegen als sei nicht gewesen.
00:50:07: Natürlich arbeitet man Angst anders.
00:50:10: Und eine Frau arbeitet dann anders.
00:50:12: aber es ist einfach die Realität mit Kindern.
00:50:14: Es ist alles anders als zuvor.
00:50:18: Die Angst ist berechtigt und da ist einfach so, nur Frauen gehen halt trotzdem und auch viele Männer gehen jetzt schon.
00:50:30: Und das finde ich einfach großartig!
00:50:32: Ich feiert wirklich alle Männern und alle Frauen die eine gleichberechtigte Elternschaft leben und es vom Beginn an.
00:50:41: Der Peter hat dann noch etwas gesagt was mich sehr berührt hat.
00:50:45: Sein älterer Sohn hat ihn nämlich gefragt was er eigentlich den ganzen Tag macht?
00:50:51: Der Große hat mich erst neulich wieder gefragt Jetzt, du redest die ganze Zeit mit deinen Kunden.
00:50:56: Das ist ... Ja, das ist schön!
00:50:59: Doch reden kann man auch ein Leben ... Wie sagt man bestellen?
00:51:06: Ich bin müde.
00:51:08: Wenige schlafen.
00:51:09: Aber ich bekenn's doch, dass man Morgensinnungstörungen bestreiten.
00:51:14: Das war es natürlich gesucht hat.
00:51:16: Ein Leben bestreitet.
00:51:17: Was machst du da eigentlich die ganzezeit?
00:51:19: Du fährst dich immer irgendwo hin und ... Coach dir ein wenig.
00:51:22: Was machst du da?
00:51:22: Du redest!
00:51:25: Ja, ich rede mit Menschen darüber damit sie besser reden können und besser wirken und dann andere Menschen motivieren und bewegen können.
00:51:34: Ich finde es schön wenn meine Söhne auch mitbekommen dass Arbeit Spaß machen darf.
00:51:41: Peter fände es schön Wenn die Söhnen mit bekommen das Arbeit Spaß macht und das denke ja für meine Söhne und ich möchte einfach, dass sie sehen wie ich arbeite.
00:51:51: Wie wir arbeiten.
00:51:52: Warum wir arbeiten?
00:51:55: Was das für eine Bedeutung hat... Dass es einfach etwas ist was auch Teil von uns ist Und das Familie, das Eine ist aber auch berufliche Erfolg Etwas anderes ist.
00:52:12: Das ist jetzt auch der Sprung zum letzten Thema heutigen Solo-Folge, nämlich.
00:52:20: wir haben in einer anderen Folge darüber gesprochen was unsere Söhne eigentlich sehen wie wir unseren Söhnen etwas für die Zukunft mitgeben.
00:52:31: Was sie lernen?
00:52:32: nicht wenn wir sie an der täglich sorgen sondern weil es einfach live tagtäglich sehen und spüren.
00:52:40: Und es gibt auch Unicef-Studie, die hat das ganz klar formuliert.
00:52:44: Kinder übernehmen Rollenbilden nicht durch Erklärungen sondern durch Beobachtung und das heißt einfach dass egal was ich meinen Söhnen oder anderen Jungs über Gleichberechtigung erzähle und was sie in der Schule hören und in einem Referat vielleicht einmal selbst sagen über Vereinbarkeit, über geteilte Verantwortung.
00:53:04: Das sind alles Floskeln.
00:53:05: aber was tatsächlich zählt ist was sie jeden Tag sehen im eigenen Zuhause.
00:53:13: Und ich bin mega dankbar dafür, dass meine Söhne sehen das da Papa ist der die Kinder in den Kindergarten bringt, der Frühstück macht Der war es wer der beste Freund von wem er beim Tunnen zuschaut und beim Schwimmen dabei ist Der kocht, aufräumt, nachfragt Der gleichzeitig beruflichen Erfolg feiert, ins Büro fährt, Termine koordiniert auch bei der Mutter dass einfach beide gleichberechtigt da sind.
00:53:41: Sie sehen auch bei mir, ich bring sie in die Schule und mache jausenbrot.
00:53:45: Ich koche, ich bin da!
00:53:46: Wir unternehmen tolle Sachen, wir machen alles gemeinsam.
00:53:50: Und sie sehen auch, dass wir uns absprechen.
00:53:53: Wir sprechen uns ab – wie machen wir das?
00:53:55: Wie wollen wir das leben?
00:53:57: Wir leben ihnen eine gleichberechte Elternschaft vor, wir leben ihnen einen gleichberechten Berufstätige, Eltern vor und wir leben ein gleichberechtigtes Paar vor.
00:54:11: Und das ist etwas, was ich total wichtig finde und es hat überhaupt nichts damit zum Donnern, dass sie eher ein perfektes Bild vermitteln möchte weil wir leben ihnen auch vor, dass es mal eine Diskussion gibt, dass man einen Streit gibt.
00:54:23: Auch das ist, was einfach wirklich relevant ist.
00:54:26: Es gibt da Wochen wo ich das Gefühl habe, es ist gerade zu wenig Zeit Das ist zu wenig Energie Da ist es zu wenig Präsentor von beiden und dann gibt's aber Wochen wo immer man denkt Es ist einfach so.
00:54:38: Das Leben ist einfach, und das dürfen Sie auch lernen!
00:54:43: Wir haben in dieser Folge die Susi und ich darüber gesprochen was bedeutet dass man Jungs' Mama is'.
00:54:47: Was es bedeutet für dieses Thema zu leben und was es bedeutet Zöne großzuziehen, die eines Tages einfach Partner sein werden vielleicht Väter oder Führungskräfte und dass uns total wichtig ist, dass wir ihnen zeigen was Gleichberechtigung bedeutet.
00:55:04: Und das ist für mich eigentlich das Erbe, dass wir Ihnen hinterlassen können.
00:55:10: Nicht weil man es ja nicht sagen, sondern weil man sich einer einfach vorlebt.
00:55:15: und somit komme ich auch zum Ende der heutigen Folge und zwar mit einem letzten O-Ton oder zwei letzten O Tönen einen von Peter eine von Jürgen vom Peter ein Satz den wirklich gerne schon viel früher gehört hätte.
00:55:34: Ich glaube Nicht nur in der Politik, aber da beginnt sehr ganz oft auch eine andere Diskussion oder ein anderes Meinzeiten mal haben sollten.
00:55:42: im Sinne von was heißt denn Erfolg?
00:55:45: Erfolg wird ganz oft bei uns vor allem beim Männern definiert Geld, Status, Beruf.
00:55:52: Ich finde ich halte das für einen großen Erfolge.
00:55:55: meinem Leben ist dass sich ein schönes Verhältnis habe zu meinen Kindern oder dass ich wirklich Quantitativ viel Zeit mit meinen Kindern verbringen kann.
00:56:04: Was ich dann daraus mache, ist die Qualität.
00:56:06: Aber auch das ist ein Erfolgsfaktor!
00:56:09: Das ist vielleicht etwas was man nicht so strukturell darstellen kann... ...wenn man jetzt sagen kann du verdienst den Betrag X oder du hast zu und zu viele Stunden gearbeitet.
00:56:18: Wab bist du fleißig?
00:56:20: Aber wenn wir mal in unserer Gesellschaft etablieren würden dass Erfolg auch heißen kann... Mada verbringst echt viel zeit mit deinen Kindern.
00:56:29: Oder du kannst deine Kinder jeden Tag schlafen legen oder jeden Tag mit ihnen aufstehen, dann ist auch das etwas was uns glaube ich ganz viel voranbringen kann.
00:56:40: Ja Erfolg heißt auch du kannst deine kinder jeden tag schlaffen legen und genau das ist es.
00:56:45: zum Schluss jetzt noch ein Abschiedssatz von meinem
00:56:49: Mann macht sie's wenns geht voll cool Wenn es euer Frau gerne macht, auch sehr cool ist, wie sie Ihnen gesagt hat.
00:56:57: Es muss einfach zur Lebenssituation passen aber einfach echt gut absprechen vorweg das der Fähregeschicht ist und dass man noch keine Punkte hat, dass irgendeiner enttäuscht ist egal ob Berufsweg oder was er halt immer verfolgen will machen.
00:57:13: Es ist alles möglich wie bei uns zirkt.
00:57:14: Das war nicht einfach Aber es geht alles wenn wir's nur will Und im Team geht's am leichtesten
00:57:22: Genau.
00:57:22: Im Team geht es am leichtesten, wenn man ein Team hat.
00:57:26: Wenn ihr die Möglichkeit habt, dass ihr das aufteilen könnt, weil einfach beide Eltern Teile da sind und es vereinbar ist zu zweit dann macht sie es im Team jetzt wirklich am einfachsten.
00:57:37: Es ist einfach das um was im Leben geht.
00:57:41: Es geht nicht darum welches Modell das Richtige ist sondern einfach, dass man sich bewusst entscheidet als Paar miteinander und dass man das auch dann wirklich lebt, was man entschieden hat.
00:57:52: Und wie gesagt, Vereinbarkeit beginnt nicht im Kalender, sie beginnt einfach mit dieser Entscheidung.
00:58:00: In diesem Sinne liebe, liebe Väter da draußen!
00:58:04: Alles alles Gute zum Vatertag.
00:58:07: ich freue mich, dass es so viele Väter gibt die wirklich entschieden haben dabei zu sein.
00:58:14: Ich freue mich auch für alle Mütter die gegangen sind, auch wenn es schwer war.
00:58:22: Also die einfach diesen Weg mitgegangen sind und in diesem Moment auf etwas verzichtet haben.
00:58:30: Und wenn euch diese Folge etwas gegeben hat dann schickt sie gerne jemanden einen Vater einer Mutter oder einem Bar das kurz vor der Entscheidung steht.
00:58:39: wie sollen wir's machen?
00:58:40: Wenn ihr Gedanken dazu habt dann schreibt uns total gern auf Instagram, auf LinkedIn oder kommentiert unter der Folge.
00:58:49: und alle vollständigen Folgen von diesen O-Tönen heute haben wir selbstverständlich in den Shownotes verlinkt.
00:58:59: Und liebe Susi, ich weiß du hörst das!
00:59:02: Ich vermisse dich und ich freue mich, wenn's nächste Woche wieder mit dabei bist.
00:59:06: Und ich freu' mich auch, wenn ihr alle nächste Woche mit dabei seid – und in diesem Sinne einen wunderschönen Vatertag!
00:59:12: Tschüss, Papa, bis nächste Woche!
00:59:17: Wenn euch Vereinbarkeit nächst gefällt, dann teilt den Podcast gern mit Menschen die sich für echte Vereinbartheit interessieren.
00:59:23: Am meisten unterstützt ihr uns mit einer Bewertung auf Spotify oder Apple-Podcasts – das hilft sichtbar zu werden und gehört zu werden!
00:59:30: Und wir freuen uns riesig über den Austausch mit Euch, schreibt uns auf LinkedIn unter Ines Elspacher und Susanne Holzer oder kommentiert direkt unter der Folge.
00:59:38: Bis zur nächsten Folge zwischen Mut, Macht, Karriere & Familie.
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