#43 „Da muss sie schon zurückstecken.“ Wenn Liebe auf Ambition trifft.

Shownotes

"Da muss sie schon zurückstecken." Ein Satz, 51.000 Likes auf Instagram, und eine Debatte, die viele schon lange führen wollten. Österreichischer Olympiasieger Benjamin Kahl hat in einem Podcast offen erklärt, dass seine Frau zurücksteckt, wenn ihre Bedürfnisse mit seiner Karriere kollidieren. Wer zahlt, hat Priorität. Punkt. Susanne und Ines nehmen diesen Moment als Ausgangspunkt für eine größere Frage: Wann wird Unterstützung zur Selbstverständlichkeit? Und wer sieht eigentlich, was die zweite Reihe wirklich leistet?

Dazu beleuchten wir einen Artikel aus dem Brutkasten-Magazin, der Partnerinnen und Partner von Startup-Gründerinnen zu Wort kommen lässt, und sprechen über das, was Paare früh besprechen sollten, lange bevor Vereinbarkeit zum Konfliktthema wird.

Die Takeaways: Wessen Karriere das Leben finanziert, leistet noch lange am meisten. Kehrarbeit ist Arbeit. Die zweite Reihe zahlt einen echten Preis. Und: lasst euch nicht aus eurer eigenen Karriere herausverhandeln.

Plus: Wir haben ein neues Wort. Benjavu.

Schreibt uns, wenn euch die Folge etwas gegeben hat, und teilt sie mit jemandem, der sie braucht.

Transkript anzeigen

00:00:00: Da muss sie schon zurückstecken.

00:00:02: Das ist ein O-Ton, kaffundenes Zitat, keine Übertreibung – das hat ein ostereichischer Olympiasieger über seine Frau gesagt!

00:00:11: Voll öffentlich und ohne Scham.

00:00:14: Heute sprechen wir über den Mechanismus dahinter und darüber was es kostet immer in der zweiten Reihe zu sein.

00:00:22: Willkommen bei Vereinbarkeit Next dem Podcast für alle die sich fragen wie Karriere Kinder um berufliche Verantwortung zusammengehen.

00:00:30: Wir sind Ines und Susi, zwei Gründerinnen, zwei Geschäftsführerinnen.

00:00:34: Zwei Mütter, zwei Frauen mit unterschiedlichen Perspektiven.

00:00:38: Ich lebe in einer Two-Career-Family

00:00:41: Und ich bin alleinerziehend.

00:00:43: Gemeinsam sprechen wir über echte Vereinbarkeit zwischen Führung, Familienalltag und Selbstfürsorge

00:00:49: Ehrlich, ungeschönt und ohne Filter

00:00:51: Und über die Strukturen, die uns fordern oder eben auch fehlen.

00:00:55: Schön dass ihr dabei seid!

00:01:00: Wie oft stehst du in der zweiten Reihe?

00:01:05: Mir gefällt die erste Reihe eigentlich auch ganz gut.

00:01:08: Aber wir stehen zur zweiten in der ersten Reihe, das ist nämlich das Schöne!

00:01:13: Du stehst ja auch in der Ersten Reihe.

00:01:14: Das ist noch viel besser.

00:01:15: Ich stehe allen in der erster Reihe und ich bin meistens ganz froh darüber...

00:01:21: Nicht immer aber ab unserer denke ich mir wäre die zweite Reihe ganz nett.

00:01:26: Darum geht es heute nicht sondern wir sprechen über Den Skandal der Woche, den Skandal schlechthin.

00:01:35: Instagram ist voll davon!

00:01:39: Aber bevor wir losstarten einmal kurz zu unserem Vereinbarkeits-Pingpong Was hat sich bei dir getan?

00:01:46: Was war vereinbar was nicht.

00:01:48: Ich habe diese Woche oder letztes Wochenende eigentlich also bin heute reingestattet und hab gesagt ich bin sehr müde das stimmt ich bin heute wieder.

00:01:56: also dieser Schlaf Rhythmus oder nicht mehr.

00:02:01: Meine Schlafhygiene funktioniert nicht so, wie ich mir das vorstelle und der langzeitige Hörer wissen das sicher.

00:02:06: Das ist Schlafbriorität bin aber gleichzeitig habe ich jetzt auch viel gearbeitet nämlich auch am Wochenende Und jetzt kann man darüber streiten so mein Gott aus dem Wochenende gearbeitet Aber es war total angenehm weil da kann man in Ruhe arbeiten weil natürlich niemand irgendwo dazwischen plaudert oder sich meldet, dazwischen plaudern du zu werden nämlich die Kinder.

00:02:32: Aber die waren super beschäftigt mit schönem Wetter und draußen sein und Freunde, die da waren und die da im Garten Fußball spielen.

00:02:41: Und das gute etwas so was ist, sie brauchen mich dann nicht dafür... Also wollen, also brauchen!

00:02:46: Sie wollen mich denn auch noch nicht dabei?

00:02:50: Das bin ich dann eh nicht gefragt habe, kein Auftrag und hab da wirklich gut arbeiten können.

00:02:56: Und das war für mich dann auch, wenn sie dann da waren und was brauchten und es wollten wir haben danach was unternommen.

00:03:01: also ich habe an beiden Tagen mit ihnen etwas unternomen und am beiden Tag gearbeitet und ich habe gedacht cool!

00:03:07: Das ist genau so eine Balance die super ist aber natürlich wird's dem Haus nicht so viel weiter braucht weil es ist sehr bei mir ja da kann damit keine leben und ich war gestern auch auf einer Abendveranstaltung Und dann noch auf einer zweiten, das heißt ich hab auch da versucht, maxing out.

00:03:26: Was nur irgendwie geht man hat einen Babysitterabend und dann versuchen wir alles unterzubringen, dass es irgendwie

00:03:32: geht als Vollstopfen oder was reingeht.

00:03:35: Einen sozialen Kontakten

00:03:36: gehen auch richtig.

00:03:37: Wirklich alle abgehakt sozusagen.

00:03:40: Das ist einerseits stressig und viel.

00:03:43: Wie gesagt, der Schlaf leidet gerade ein bisschen drunter aber andererseits ... Ist das auch gut grad?

00:03:49: Das ist funktioniert, das ist schön.

00:03:51: Bei dir?

00:03:51: Ich habe am Wochenende tatsächlich einen Moment gehabt, wo ich mir dachte, ich mächtet jetzt keine anderen Menschen Sinn.

00:04:01: Es war ein totaler Intensives Wochenende und es war eine super Schöne Familienzeit.

00:04:04: Ich habe so viel wegschupfen können von Projekten, von Arbeit, die liegen geblieben sind unter der Woche.

00:04:10: Es hat alles super gepasst, es war alles super vereinbar.

00:04:13: Wir haben uns das gut aufgeteilt wirklich sehr viele intensive Zeit auch mit den Kindern verbracht.

00:04:18: Und dann ist der Moment kommen, wo dann wieder alles organisiert war für Sonntag und am See treffen.

00:04:24: Ich hab mir gedacht, ich möchte eigentlich wirklich nur mit mir alleine sein.

00:04:30: Also ganz mit mir allein!

00:04:31: Ein Buch lesen und einfach in der Sonne liegen, der Garten ist fertig, das ist schon all sich hergerichtet.

00:04:38: Ich würde jetzt einfach gern da sein... Und das hat nichts damit zu tun, dass ich meine Freunde nicht mag oder Familie nicht mag.

00:04:45: Aber ich wollte einfach noch mit mir sein!

00:04:47: Und dann war ... hab ich richtig gemerkt, die war so zwider, dass sie da jetzt ... Das ist nicht dort, und dass ihr dieses Bedürfnis gerade nicht leben kann?

00:04:55: Weil's natürlich nicht geht.

00:04:56: Ich kann es nicht sagen, ich fahr jetzt nicht am See, ob alles ausgemacht ist.

00:04:59: Da bin ich schon mit einer Laune runtergefahren.

00:05:01: Es war dann e-voll voll nett, aber trotzdem in dem Moment dachte ich, nein, ich möchte halt einfach nur mit mir alleine

00:05:07: sein.".

00:05:09: Die bringen das heute mal mit, weil wahrscheinlich geht es vielen so ... Ob und so mag ich keine Menschen.

00:05:15: Ich komm da voll drauf, ob und so mach ich einfach keine Menschen?

00:05:18: Ja, einfach alleine sein.

00:05:19: Einfach

00:05:19: alleine sein!

00:05:20: Ich bin so gern mit mir allein, zufrieden mit mir alleine.

00:05:23: Alleine im Haus mal sein, ich find das toll.

00:05:25: Und nicht arbeiten.

00:05:27: Allein im Haus sein und nicht Homeoffice also nichts... Nur ... oder Haus und Garten.

00:05:33: Ihr

00:05:33: versucht mich zu erinnern, weil ich das letzte Mal da hab?

00:05:35: Kann ich mich jetzt nicht?

00:05:37: Ja!

00:05:38: Ich auch nicht.

00:05:39: Aber ich weiß, dass du's hattest, nämlich, dass es irgendwann erzählt, wie du von ungefähr einem Jahr heimkommen bist und über den Garten zern klettern musstest und was dir ausgespart hast.

00:05:48: dann kann er doch haben.

00:05:49: Du bist im Gartenklingel, musst ein Buch lesen.

00:05:52: Weil ich Gott sei Dank den Kindl trinke.

00:05:54: Ich glaub sogar... Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das nicht sogar war als ich von der OMR heimkomme.

00:06:00: Ich glaube nämlich auch, also es ist ziemlich genauer.

00:06:02: Ja?

00:06:03: Also dieses Mal wenn ich wieder auf die OMR fahre was ja nächste Woche ist ta-ta-ta!

00:06:09: Wir freuen uns schon.

00:06:10: Das erste OMR auch gemeinsam.

00:06:12: Genau.

00:06:13: Ich werde den Kindl wieder einbacken ins Handgepäck

00:06:16: und den Schlüsselnett und dann schauen wir mal...

00:06:18: Den Schlüssel auch.

00:06:21: So viel dazu.

00:06:22: Es passt ja dein Bedürfnis, sich rausnehmen und Zeit für dich.

00:06:26: Sich nehmen.

00:06:26: ganz gut zu unserem heutigen Thema weil wir heute über Benjamin Kahl sprechen werden.

00:06:34: Benjamin!

00:06:35: Was hast du da gemacht?

00:06:38: Hast du

00:06:38: da

00:06:38: gesagt?!

00:06:41: Ich glaube nicht.

00:06:42: also ich hoffe dass es eigentlich an fast niemanden vorbeigegangen ist Weil es eigentlich, mein Feed ist natürlich voll davon aber das ist meine Bubble auch.

00:06:49: Aber der Standard hat auch darüber geschrieben

00:06:52: ... Einen von den Instaposts vom Standard.

00:06:56: Ja also

00:06:57: auf einen von den Instagram Posten.

00:06:59: Einen und fünfzigtausend.

00:07:00: Wahnsinn!

00:07:02: Wer Benjamin Kahl jetzt trotzdem nicht kennen sollte?

00:07:04: Ich muss ehrlich zugeben, der Name war mir jetzt auch nicht so geläufig obwohl ich dann ... Dann gedacht er doch, ich habe es sogar mitbekommen da zu Olympia.

00:07:14: Ist österreichischer Snowboarder zweifacher Olympiasieger hat auch zuletzt Gold bei den Mittelspielen in Milan Cortina gewonnen?

00:07:20: Er ist vierzig Jahre alt und verheiratet mit seiner Frau und die haben zwei Kinder.

00:07:24: Und nachdem er alles im Snowboard erreicht hat will er jetzt Radsportler werden.

00:07:30: Das heißt natürlich auch sehr ambitioniert, sehr viel Training Profisportter sein, wissen wir sicher eine aufwendige und intensive Sache für nicht nur für ihn sondern eben auch für seine Familie.

00:07:44: Und er hat in dem Podcast Mind Games über eine Ehe-Krise gesprochen.

00:07:49: Also eigentlich ging es um seine ganze Karriere

00:07:51: usw.,

00:07:51: aber auch darum dass er den Moment hatte das seine Frau – weil er wollte da jetzt quasi seine Karrieren wechseln – seine Frau nach zwanzig Jahren an seiner Seite meinte irgendwann will sie auch Zeit für sich selbst haben.

00:08:06: Mädelsurlaub, Freiheit

00:08:09: etc.,

00:08:10: und er sagt einfach drauf ... Es geht nicht!

00:08:15: Einfach mal im Moment für sich alleine sein.

00:08:17: Ja?

00:08:19: Ich bin zuständig für die Finanzen, ich muss diese, wie das auch so schön formuliert hat, die vier Meuler stopfen wenn er Termine hat, haben die Priorität uns dann da muss sie schon zurückstecken.

00:08:30: Wahnsinn

00:08:31: es ist, ich werde dich wütend wann ich sowas höre.

00:08:35: Das geht mir einfach nicht ein, wie man im Jahr zwanzig sechsundzwanzig überhaupt zu denken kann.

00:08:42: Also das ist einfach erschreckend und hindlerwettlerisch würde ich sagen.

00:08:48: Ja es ist so lustig wir machen diesen Podcast zur Vereinbarkeit wo's genau darum geht damit solche Dinge nicht passieren und dann ist es so bam draußen mit einer Selbstverständlichkeit ohne Scham eben?

00:08:59: Und es gibt ja einige, die das schon kommentiert haben.

00:09:01: Ich finde am besten hat die Elisabeth Wagner diese auch in einem Standardartikel erwähnt mit dem Kommentar zusammengefasst.

00:09:07: aber es gibt doch ein Superartikel oder einen Superpost auf ihrem Instagram Profil dazu wo sie wirklich jeden Satz davon noch einmal auseinander genommen hat.

00:09:17: und ihr Fazit am Ende ist super.

00:09:20: weil das ist dann wieder wenn Männer sagen the divorce came out of nowhere.

00:09:26: Die Männer begreifen erst beim Scheidungsanwalt, dass ihre Frauen keine gratis arbeitenden Assistentinnen sind.

00:09:32: Sagt sie?

00:09:32: Und das ist irgendwie sehr passend!

00:09:34: Ja

00:09:36: es ist wirklich total erschreckend und man merkt natürlich auch gerade auf Instagram, dass gerade Frauen extrem getriggert sind.

00:09:45: also alle Instapost die einfach da sind werden natürlich von Frauen kommentiert aber auch von sehr vielen Männern.

00:09:54: Da bin ich sehr beruhigt, dass das so ist.

00:09:58: Was mich fasziniert, also negativ faszineert oder was ich einfach so erschreckend finde ... Er hat es ja gar nicht besser gemacht!

00:10:06: Er hatte es ja auch gar nicht aus böser Absicht gesagt, sondern er hat es einfach total ernst gemalt.

00:10:12: Das ist seine Realität und seine Sicht auf die Dinge ganz klar kommuniziert.

00:10:21: Und der hat gesagt, so ehrlich muss man einfach sein?

00:10:24: Ja.

00:10:25: Da muss sie halt schon zurückstecken, das ist einfach so.

00:10:31: und der hat keinen Scham gehabt, er hat es nicht ironisch gemacht, der hat das nicht ... Der hat das außerlassen bei dem Podcast.

00:10:37: Ich glaube, er bereut's jetzt eh aber ja... Das ist einfach vorher schreckend!

00:10:44: Ja?

00:10:44: Und dann auch noch, er hatte gleich im gleichen Satz nach hinten nach auch gesagt ja und dann hat er gesagt naja wenns das ... Dann muss ich halt zurücksteckten.

00:10:54: Dann hat er die Trennung gleich in den Raum gestellt.

00:10:57: Also, es gibt gar keine ... Da diskutieren wir jetzt nicht drüber, weil wenn du das nicht machst wie sie will, dann trennen wir uns bitte schön und das ist ja auch arg da tust du zwanzig Jahre deinem Partner den Rücken frei halten damit er seine Karriere voranbringen kann.

00:11:14: Die wird ja noch anhunterstellt.

00:11:16: Ich hab dir das alles ermöglicht, was du wolltest, nämlich den Pool des Hauses die Kinder wo ich mir denke und davon hast du nicht profitiert, da hast du es nicht.

00:11:24: Du bist

00:11:25: nicht im Pool gelegen?

00:11:26: Genau!

00:11:27: Durch die Kinder finde ich dann überhaupt ganz schön weil das kenne ich leider auch sehr stark dieses Ja.

00:11:32: aber du wolltest ja die Kinder und ich denk mir äh du Kinder kriegen das ist schon eine Sache die man zu zweit tut, hoffentlich.

00:11:40: Und wo sich zwei Leute dafür entscheiden?

00:11:41: Es sind seine Kinder auch und er kann sie nur haben in seiner Karriere, wenn sich jemand darum kümmert.

00:11:49: Diese Selbstverständlichkeit ... Die Frau wird schon aus einem gewissen internen Antrieb und Liebe tun mit einer Selbstverständlichkeit.

00:11:57: Sie wollte ja die Kinder haben!

00:11:59: Ja, furchtbar.

00:12:00: Sie wollten Mutter werden.

00:12:02: Diese ganze Kehrarbeit ist ein wirtschaftlicher Faktor.

00:12:06: ermöglicht Geld zu verdienen, weil das leider nicht bezahlt wird.

00:12:10: Was ja in der Folge mit der Vera Steinhäuser wir rein hören möchte... Wir besprochen haben, der größte Wirtschaftsfaktor auf der Welt ist Kehrarbeit!

00:12:18: Er wird nur nicht bezalt und wenn der nicht möglich wäre, wäre alles andere am Wirtschaft nicht möglich.

00:12:24: Punkt!

00:12:25: Und er stellt das so hin?

00:12:27: Na du wolltest das ja und du ähm.. Das ist ja ein Deal Und wenn's das nicht wüsst, dann geht.

00:12:32: Aber das haben wir auch wieder bei dem Punkt auf Folge dazu gemacht.

00:12:35: Man soll sie halt schon ... Das ist ein Ratschlag, den ich jedem Paar gebe bevor Sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten.

00:12:43: Einfach ausmachen wie sieht jeder das?

00:12:46: Wie sieht jeder Teil des Paares jede einzelne Person denn eine Elternschaft?

00:12:53: Was sind die Vorstellungen einer Elternschaft?

00:12:55: also das Haben die zwar sicher nicht

00:12:58: gemacht.

00:12:59: Vielleicht war das immer schon in seinen Gedanken, dass er gesagt hat, ich mach noch mal Karriere.

00:13:03: Ich hätte gerne eine tolle Frau, die daheim ist, die man rücken freischaut und sich um die Kinder kümmert, die einfach da ist.

00:13:09: Aber... ...ich würde mit dem Ganzen nichts zum Tor haben!

00:13:12: Wenn sie das gewusst hätte, hätte sie sich dann hoffentlich nicht drauf einlassen.

00:13:15: Nicht gesagt du hast ja nicht alle Tassen im Schrank?

00:13:17: Ja vielleicht oder sich bewusst darauf eingelassen, weißt du?

00:13:20: Genau

00:13:21: Oder umgekehrt, es müsste auch okay sein nach zwanzig Jahren zu sagen.

00:13:25: Ich meine ganz ehrlich die Zwanzig Jahre, was ich vor zwanziger Jahren wollte und was jetzt ist, ist ganz etwas anderes.

00:13:31: Es ist doch okay seine Meinung dazu ändern zum gewissen Grad.

00:13:35: Also selbst wenn sie dem zugestimmt hätte und sagt ja ok das ist der Deal so machen wir das.

00:13:40: Aber hey, die zwanzig Jahre waren doch sehr anstrengend.

00:13:43: Auch für mich gehen wir später noch darauf rein, was Ambitionen mit den Partnern machen, mit denen sie zurückstecken.

00:13:50: Aber dann zu sagen nach zwanziger Jahren hat sich mein Leben auch verändert und ich will das anders, aber dass du nicht gleich mit einer Scheidung oder Trennung konfrontiert wirst so ultimativ sondern einfach zu sagen, hey, reden wir drüber bitte!

00:14:04: Schauen wir, dass man einen gemeinsamen Wave-Forward finden.

00:14:06: Weil du bist mir wichtig!

00:14:08: Sondern du bist ja ausdauschbar!

00:14:09: Du bist ja dann nur um das kümmert was ich brauche und mir alles ermöglicht, was ich brauchen.

00:14:13: Und nicht bis du ausdauschbar wegwerf warst.

00:14:15: Sehr org!

00:14:16: Was würdest du dem Benjamin sagen wenn er jetzt bei uns im Podcast sitzen wird?

00:14:22: Ich weiß gar nicht ob ich mit ihm reden wollen würde weil...

00:14:28: Aber

00:14:30: nicht mein Energiespann.

00:14:31: Nicht mit toxischen Menschen zu viel Zeit verbringen!

00:14:35: Ich würde ihm fragen, was seine Frau in den zwanzig Jahren investiert hat und ihn vielleicht einmal so aufrechnen lassen, welchen Preis sie bezahlt hat damit er Gold holen konnte?

00:14:45: Und dann eben auch genau das, was ich vorhin meinte dieses ganze Aufrechnung von eher finanzierte Vier Meuler, Nur eine halbe Rechnung macht, weil diese vier Meuler sind nur möglich.

00:14:58: Weil sie sich darum kümmert!

00:15:00: Die andere Hälfte ist das was sie leistet und was eben nicht am Konto abgebildet ist.

00:15:05: Das ist wahnsinnig unfair dass man das nicht sichtbar macht um nicht anerkennt.

00:15:09: Bin gespannt ob's mit dem Mund tot machen

00:15:12: kann?

00:15:13: Aber wahrscheinlich war das jedes nie durchgedacht?

00:15:15: ja.

00:15:16: Ja der kommt wahrscheinlich auch aus einem System wo er gar nicht in seiner Welt drinnen ist.

00:15:21: aber das ist leider so... dass dieses System gibt, das ihm nie verlangt von ihm diese Frage zu stellen.

00:15:28: Weil natürlich viele mitmachen weil es auch etabliert ist und deswegen sagen wir ja immer wieder, wirtschaftliche Unabhängigkeit ist wichtig!

00:15:37: Ist extrem wichtig und es klingt total super... Wenn man sich wirklich dafür entscheiden möchte, zu Hause zu bleiben und sich um die Kinder zu kümmern.

00:15:48: Aber dann bitte klärst du das, dass ihr irgendwann selber dran seid auch oder wie ihr da wieder rauskommt?

00:15:52: Oder wie ihr finanziell unabhängig seid?

00:15:54: Weil ihr wisst nicht was passiert!

00:15:56: Und ja... Das, was ich mir frage ist natürlich interessant ist ja, dass dieses Video ... und dieser Ausschnitt auf Instagram von diesem Mind Podcast mittlerweile runtergenommen.

00:16:07: Es sind alle anderen drauf nämlich

00:16:10: es ist nicht mehr da.

00:16:12: Ich frage mich natürlich jetzt auch, wer hat den Shitstorm?

00:16:16: Er wird sich ärgern ohne Ende.

00:16:17: Ich weiß nicht, ob er seine Meinung überhaupt ändert aber ich finde es sehr spannend dass er gesagt hat und diese Diskussion war einmal beim Schlafen gehen im Bett und da hat er das Gespräch gefühlt und das war sein Ultimatum noch dann gestalt Und am nächsten Tag war's wie weggewischt!

00:16:31: Er hat seine Frau nie gefragt was jetzt anders ist und seitdem kein Thema mehr.

00:16:36: Na ja, was passiert da jetzt in Ihrem Kopf?

00:16:38: Sie hat kapiert mit dem Konstant diskutieren.

00:16:41: Der hat seine Meinung, das heißt, wann ich weiterrede, dann lass du mir anvorstehen und sie muss sich entscheiden, mache ich die System einfach weitermitt oder im Plan im Hintergrund die Scheidung.

00:16:49: Aber ich frag mich umgekehrt ... Wenn es für Sie auch okay ist so wie geht's der jetzt eigentlich nicht mal so, wie gehts ihm?

00:16:57: Und vor allem wie geht ihr jetzt

00:17:00: genau

00:17:00: wo das einfach in der vollen Öffentlichkeit ist dass einfach da ist und jeder redet über sie.

00:17:09: Und jeder urteilt jetzt auch über ihre Beziehung, vielleicht passt es ja für Sie wieder?

00:17:14: Vielleicht ist das ja einfach ein Ihr System und was ja auch okay ist wenn so wäre, wenn's für Sie passt aber jetzt redet er einfach

00:17:21: gefühlt

00:17:22: ganz Österreich darüber oder halb-österreich.

00:17:26: Das ist halt auch Wahnsinn!

00:17:28: Gut kurze Pause hier einmal durchatmen und gleichzeitig auch eine Frage an unsere Lieben Hörer und Hörerin.

00:17:39: Gibt es in eurer Beziehung auch am Benjamin Kahlmechanismus?

00:17:44: Vielleicht gar nicht so drastisch, aber vielleicht unterschwellig.

00:17:47: Wessen Termine haben meistens Vorrang?

00:17:51: Wessen Erschöpfung wird zuerst gesehen?

00:17:53: auf welcher Energiehaushalt wird?

00:17:54: Zuerst wertgelegt?

00:17:56: wer kümmert sich um alles?

00:17:58: Schau zu mal dorthin, ich glaube das sind gute Reflexionsfragen.

00:18:01: Und ich glaub man kann auch diesen Vorfall ja auch als Gesprächsanlass sehen und ich finde es auch schön dass sich auch einige Männer eben dazu geäußert haben und ich find generell dass das momentan auch sein.

00:18:12: Auch ein kleiner Wandel dank Colleen Fernandez ist in Richtung.

00:18:15: auch die Männer sollten sich dürfen nicht stumm sein.

00:18:18: und was da auch passiert jetzt war ziemlich interessant.

00:18:21: parallel zu... dem Benjamin Kahl vorfall ist, sind ein paar Tage davor im Brutkasten-Magazin einen Artikel online gegangen.

00:18:29: Der das Ganze eigentlich aus einer anderen Perspektive beleuchtet, nämlich aus der Perspektives was passiert wenn Ambition und Liebe aufeinander treffen?

00:18:38: Nicht aus der Sicht der Gründerinnen die immer diese Ambition haben also StartupgründerInnen die wirklich hasseln um ihr Unternehmen voranzubringen sondern aus der sicht der PartnerInnen.

00:18:50: Und der ist eigentlich ganz spannend, passt auch ganz gut dazu.

00:18:53: Ja weil er einfach vorzeigt... Also der Text hat mich voll bewegt, weil er auch einfach vor zeigt dass die, die eigentlich nur im Hintergrund dabei sind haben ja auch was gewagt und dann halt auch verloren.

00:19:07: Weil die stecken ja genauso die Energie rein im Hintergrund.

00:19:11: Sind auch Risikokapitalgeber quasi.

00:19:13: Sind Risikocapital-Geber genau!

00:19:16: Und haben heute in dem Fall leider verloren.

00:19:20: Der Brutkosten war in der Märzhausgabe, im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:19:25: Der Titel hat Kraftakt geheißen und da hat er eben Partnerinnen und Partner von Gründerinnen zu Wort kommen lassen.

00:19:34: Und das waren einfach Perspektiven die sonst nie gehört werden?

00:19:39: Ja genau!

00:19:40: Da gibt es eben unterschiedliche Startup-Gründer zum Beispiel Martin Granik, der hat seinen Fintech-Startup Monkey gegeben mitgegründet und seine Frau sagt, heute sehe ich diese Zeit.

00:19:52: Hat uns viel gekostet aber sie hat uns auch unglaublich

00:19:55: geprägt.".

00:19:56: Und das ist natürlich ein Satz der stimmt.

00:20:00: also es ist ja auch... Ich glaube wir sind beide Unternehmerinnen wie wissen auch.

00:20:03: Es kostet uns natürlich auch viel Aber es prägt natürlich auch eine Beziehung Aber es romantisiert hier nichts, aber es wird doch nix verurteilt.

00:20:14: Sie beschreibt halt dass die Startup immer unterschwellig präsent ist.

00:20:18: Selbst bei Familienbesuchern am Feiertagen, ist der Mann am Laptop irgendwie gesessen oder beim Allspeifahrer immer gefahren und gearbeitet.

00:20:27: nach den Mittagessen noch kurz Investorengespräche und keinen Moment wirklich frei – ich finde das jetzt lustig eigentlich wenn ich das so erzähle und über meinen Verwasfer vereinbarm was man nicht mehr einfach so redet!

00:20:37: Es ist

00:20:37: so als Unternehmer du bist irgendwie always ongefühlt weil es Es ist im Kopf immer mit dabei.

00:20:44: Ja, gerade

00:20:45: bei Fahrersitzmitteln.

00:20:48: Und gerade in dieser Gründungsphase ... Beide haben mir selbst gegründet auch noch dazu mal und ich hatte einen einzigen Tag in der Woche frei.

00:20:56: Das war das Samstag oder Sonntag.

00:20:58: Den haben wir uns bewusst ausgemacht.

00:21:00: Was ich beim Jürgen kennengelernt drei Monate nach der Gründung.

00:21:06: Und es war natürlich total ... Ich war total im Aufbau und musste sie auch darauf einlassen Und der gewusst, ich werde das nie vergessen.

00:21:15: Ich bin einmal im Vier in der Nacht aufgestanden und natürlich hatten wir noch getrennte Wohnungen auch am Anfang unserer Beziehung.

00:21:23: Bevor man dann alles zusammenlegt... ...und ich bin um vier in der Früh aufgestandt und bin heimgefahren in mein Homeoffice und habe gearbeitet.

00:21:28: Und ich sag mir, es war voll schräg bis ich stehe auf und dann bist du nicht mehr da!

00:21:32: Natürlich hat sie auch darauf einlassen müssen.

00:21:34: also jeder muss sich drauf einlassen.

00:21:36: Das ist einfach so.

00:21:37: Man arbeitet einfach Man muss einfach die ganze Energie reingeben.

00:21:41: Also Gründen ist jetzt nicht nine to five Montag bis Freitag, das wird nicht funktionieren

00:21:47: und es wird auch

00:21:48: nicht in der Welt, in der ich lebe.

00:21:50: Und es ist auch dass die Gespräche natürlich davon dominiert sind also selbst wenn der Partner nichts mit dem zu tun hat.

00:21:56: aber sie ist einmal so man wird den Gesprächen reingezogen werden die sich um Arbeit drehen ja Mehr als, wenn man irgendwo angestellt ist.

00:22:06: Ich merke

00:22:07: es auch bei uns.

00:22:08: Der Jürgen hat vor fünf Jahren gegründet und natürlich war das dann bei ihm genau so, bevor der Gustav auf die Welt kam und Pause gehabt hat aber auch Dekorrenzzeit von dem geprägt hat er trotzdem gearbeitet.

00:22:23: Auf jeden Fall zurück zum Brutkasten-Thema oder Artikel.

00:22:27: da war auch Nicole Berger.

00:22:29: Die Nicole Berger ist die Partnerin des Zero Founders Andreas Jass, also dem Pioneer-Mitgründer.

00:22:39: Und die sind seit siebzehn Jahren ein paar.

00:22:42: und sie hat auch gesagt diese finanzielle Unsicherheit war tragbar.

00:22:46: Also das hat passt aber es war halt nicht immer leicht und besonders weil sie auch die Eltern halt viele Sorgen gemacht haben.

00:22:55: Jetzt kommt dann quasi nochmal ins Spiel, dass du noch ein Stakeholder hast, das du auch noch beruhigen musst und emotional wahrscheinlich.

00:23:02: Das ist ja auch Energie!

00:23:04: die da verloren geht und die du irgendwie hergeben musst.

00:23:06: Ja, diese Unsicherheit hast du natürlich auch.

00:23:09: als Unternehmertum ist ein Rollercoaster-Ride mit Finanzierungsrunden.

00:23:15: Diese Unsicherkeit ist nicht nur Paar, die breitet sich auf das ganze soziale Umfeld aus.

00:23:20: Alle tragen es mit.

00:23:22: Nicole hat ja dann ziemlich offen gesagt in einem Artikel, dass sie bei Kind zwei ins Burnout geschlittert ist.

00:23:29: kurz einmal ... Sie, ja für sie das alles zu viel war und dass sie jetzt einen Weg rausgefunden haben.

00:23:38: Also da Andreas das mehr erkannt hat und gesehen hat wie schwer es ist für den Partner auch durch diese Rollercoaster Rides durchzugehen und dann nimmt sich jetzt bewusst heraus und bewusster Zeit Familie und für das Gemeinsame.

00:23:54: Und die Meditieren noch jeden Tag in der Früh gemeinsam, Innes also deine Meditationsroutinen da können wir noch ein bisschen daran arbeiten.

00:24:01: ich habe heute versucht wieder in des Vifem Club Game zurückzukommen.

00:24:06: wirklich Zeit gestern probiere es also.

00:24:08: seit zwei Tagen weckt mich mein Whoop am Band um fünf Uhr auf und ich denke mal Boah naa!

00:24:13: Heute bin ja dann aufgestanden haben nach den Geldsmacher waschen

00:24:18: Priorities nicht.

00:24:19: Ja, ich habe es gestern nicht geschafft weil ich einfach so lange noch abends gearbeitet hab.

00:24:24: Aber ja gut dann war noch im Brutgas interview der liebe Christoph Eichhorn.

00:24:32: Der ist auch Partner einer Gründerin.

00:24:36: da ist jetzt einmal eher der Mann die erwartet und er hat die Frage gestellt bekommen nach seiner Gefühlslage und da hat er geantwortet beides kann gleichzeitig existieren Müdigkeit und Stolz.

00:24:49: Ja, das finde ich so passend.

00:24:52: Und es ist so genau, so fühlt sich's an.

00:24:54: Müdigkeit und stolz!

00:24:55: Und auch Mütigkeit und Energie beides.

00:24:58: Also ich find' zu spannend... Ich hab dir ja auch gesagt, schlafen und auf wie wir heute reingestattet sind bin müde heute.

00:25:04: aber ich weiß auch dann gehts an zack!

00:25:07: Und man is da und man hat Spaß dran und es gibt einen Energie Und das ist auch beim Artensohn, wenn man im Flow ist.

00:25:15: Wenn's passt!

00:25:16: Das ist so einerseits boises Anstrengend... Aber ja, das ist wieder unsere Folge einfach und wäre es leichter.

00:25:23: Es darf auch schwer sein.

00:25:25: Und das ... Ist eine Ambiguität dieses tolle Worte wo ich mir gar nicht der deutsche Begriff dazu jetzt einfällt die normal ist und die natürlich auch die Partner mittragen müssen.

00:25:39: Und das ist auch das, was sie über alle drei Geschichten zieht.

00:25:43: Von diesem Interview am Ende hat sich nämlich bei allen etwas verändert.

00:25:47: Claudia und Martin teilen sich die Kinderbetreuung und den Alltag deutlich ausgeglichener aus.

00:25:52: Bravo Schapoje!

00:25:53: Wißt du es?

00:25:53: Das ist eines meiner Lieblingsthemen... ...und sie sagt einfach, dass er entlastet voll oder enorm.

00:25:58: Das ist aber kein Selbstläufer.

00:26:00: Es ist immer ein Weg der mit Kosten verbunden ist, der mit Erschöpfung verbunden is'.

00:26:05: An den Momenten, wie wir wissen die man nie wieder zurück kriegt.

00:26:09: Ja das kommt nämlich auch irgendwo in der Artikel vor dass irgendeiner ich weiß nicht mehr sagt so ja er hat natürlich auch viel verpasst mit den Kindern und so.

00:26:17: Genau ohne Verzicht geht es einfach

00:26:19: nicht.

00:26:20: Was verbindet die Brutkastengeschichte?

00:26:22: Mit der Benjamin Kahl Geschichte?

00:26:23: Warum bringen wir beide Themen beide Artikel beide Stories Heute in unserem Podcast.

00:26:31: Ja, im beiden Fällen steht eigentlich die Frage im Zentrum wer sieht... ...die Leistung der zweiten Reihe?

00:26:38: Also so wie wir eingestiegen sind.

00:26:40: und wann wird aus Unterstützung eines Selbstverständlichkeits, die niemand mehr als Leistung wahrnimmt?

00:26:45: Genau

00:26:45: One-Kip dann voraus ist es Ich steh hinter dir immer.

00:26:50: Das habt man ja voll leicht!

00:26:51: Ich stehe immer hinter dir Und one-kip des ist ich steh immer zurück.

00:26:57: Und wenn man das zusammen denkt, dann ist eigentlich der Kern immer dasselbe.

00:27:02: Vereinbarkeit ist kein individuelles Problem es ist ein Beziehungsproblem und oft ein Sichtbarkeitsproblem weil wer sieht was der andere wirklich leistet?

00:27:13: Wenn er mit dem Kahl sieht sich als Finanzierer, er sieht sich nicht als jemanden der von seiner Frau getragen wird.

00:27:21: Das zählt auch einfach nicht!

00:27:31: Das ist

00:27:36: das Interessante daran, dass leider oft eine Krise dafür braucht.

00:27:41: Dass man solche Themen auch wahrnimmt in einer Beziehung und entweder bricht es halt dann auseinander.

00:27:49: Jemand brennt aus, Start-up scheitert ... Und dann wird erst gekriegelt.

00:27:54: Das ist einfach dieser Schreckkende an.

00:27:56: an diesem Thema, dass es oft einfach den Crash braucht.

00:28:00: Dass man sirkt und dann ist leider oft schon zu spät.

00:28:02: Ja deswegen raten alle das Zehen der Kosten oder das Sehen der Kosten oder der Auftragung muss man einfach früher machen und nicht erst beim Scheidungsanwalt weil dann wird er wirklich aufgerechnet.

00:28:18: Und nicht erst wenn einer zusammen bricht.

00:28:22: wie schaut das konkret aus?

00:28:23: Du hast ja da mehr Erfahrung.

00:28:27: Mit Scheitung?

00:28:28: Ja, hab ich!

00:28:31: Nein aber mit dem wie man es dann wirklich auftalten kann also das nicht so weit kommt habe ich eben weniger Erfahrung.

00:28:36: aber ich glaube dass bis dann eher du aber ich denke regelmäßige Gespräche nicht nur über die Logistik dahinter sondern auch über die Belastungen und nicht nur wie teilen wir uns denn auf sondern auch was Was macht das mit dir?

00:28:47: Und auch dieses, wer ist gerade erschöpft.

00:28:50: Wessen Bedürfnisse wurden diese Woche zurückgestellt?

00:28:52: Wer hat was getragen, dass niemand gesehen hat?

00:28:55: Habt ihr's in einem anderen Podcast einmal gehört?

00:28:56: Es ist ja nicht immer ... Wir reden von Fifty-Fifty aber Fifty Fifty geht ja nicht mehr und es ist okay, dass es nicht immer geht.

00:29:02: Aber es geht nicht um das, was gemacht wird zu aufzuteilen sondern auch wie viel Energie hat grad jemand.

00:29:09: Die haben immer so ein Check In gegenseitig so wo stehst du?

00:29:13: bist du auf hundert oder bist du?

00:29:18: Ich bin heute nur auf zwanzig, dann passt ihn.

00:29:21: Wie bin ich auf achtzig?

00:29:22: Dann übernehme das und das Und auch mal umgekehrt und dann zu sagen hey wir sind beide auf vierzig nur wie können wir das jetzt regeln?

00:29:31: also wo kann man uns jetzt Hilfe vom außen holen?

00:29:33: und dass fand ich sehr spannend auch über energie levels miteinander zu sprechen nicht nur über das was am tisch liegt und du sind die jetzt fair aufgeteilt werden müssen sondern auch Was ist jetzt gerade am Tisch Emotional auch.

00:29:45: Und belastungstechnisch.

00:29:46: Das klingt einfach, dass man das tut und in vielen Beziehungen ist es auch einfach wenn man es gelernt hat zu tun.

00:29:54: also ich kann der voller Stolz behaupten, dass wir sehr gut hinbekommen haben.

00:29:59: aber das ist glaube ja mein Setthema und weil wir das von Anfang an noch so gelebt haben Ich weiß aber auch das andere Themen und die gibt's natürlich in jeder Beziehung und auch bei uns über andere Themen muss man lernen zu sprechen.

00:30:12: Es klingt immer sehr einfach wenn man so einen Ratschlag bekommt.

00:30:16: Gleichzeitig ist es voll ungewohnt und beide Partner müssen das auch wollen, dass man dieses Gespräch sucht und ein Gespräch führt.

00:30:25: Egal in welcher Beziehung finde ich ... In der Liebespartnerschaft oder Eltern-Partnerschaft aber genauso wie in jeder anderen Freundepartner.

00:30:36: Man muss einfach diese Kommunikation miteinander wirklich offen sprechen, ist oft ungewöhnt weil wir es nicht gelernt haben, zu benennen.

00:30:45: Wir lernen einfach zu funktionieren.

00:30:46: Ich will noch etwas sagen, was mir wirklich wichtig ist.

00:30:50: Weil ich das nicht nur privat voll sehe und es passt zum Thema, sondern auch in meiner Rolle als Führungskraft, als Geschäftsführerin.

00:31:00: Und ich habe das eben nicht einmal erlebt, sondern zweimal, dreimal ... und schaue irgendwie mit einer systematischen Regelmäßigkeit.

00:31:10: Und ich sehe schon, weil wir eben reden von der zweiten Reihe, dass top qualifizierte Frauen die nach ihrer Elternzeit einfach nicht mehr in ihre alte Rolle zurückkehren und sie sich mit weniger Verantwortung zufrieden geben, weil sie sich anpassen an die Vollzeitkarriere ihres Partners.

00:31:29: Und mir macht es oft sehr wütend, weil ihr einfach sehr viel Potenzial da verloren geht.

00:31:35: Dann kommen nachher eben diese Benjamin dieser Welt mit solchen Aussagen.

00:31:42: Und wenn ich die zwei Realitäten nebeneinander hinleg oder aufeinander hinlege, dann passt das einfach nicht zusammen.

00:31:49: und für mich ist es dann auch die logische Konsequenz Wir als Gesellschaft können uns gar nicht leisten dass wir nicht über Vereinbarkeit

00:32:01: sprechen.

00:32:02: Absolut!

00:32:03: Sein schöner Satz.

00:32:05: Da können wir eigentlich fast schon aufhören mit dem Satz.

00:32:12: Aber noch kurz ein paar Takeaways, glaube ich für die Folge.

00:32:17: Also erstens stellt sich generell die Frage, nehmen wir mit Wessenkarriere das Leben finanziert ist noch lange nicht derjenige, der am meisten leistet?

00:32:30: Kehrarbeit ist Arbeit und sichtbare Arbeit ist Arbeit!

00:32:36: Und die zweite Reihe zahlt einen echten Preis.

00:32:42: Und das ist ein Preis, der muss einem bewusst sein und nicht erst dem Nachhinein sichtbar werden dürfen.

00:32:49: Ja!

00:32:50: Und drittens wenn dein Partner, deine Partnerin sagt ich möchte auch etwas für mich dann ist es kein Angriff.

00:32:57: Dann ist es ein Bedürfnis und das verdient keine Scheidungsdrohung sondern ein echtes Gespräch.

00:33:04: Und unser viertes Takeaway lässt sich nicht aus der eigenen Karriere rausverhandeln und nicht aus einem traditionellen Rollenbild heraus, nicht aus einer Erwartungshaltung heraus.

00:33:15: Und auch nicht aus Bequemlichkeit

00:33:19: anderer,

00:33:20: wenn ich am Innern dieser Welt

00:33:21: herausgehe.

00:33:23: Wenn euch ... Jetzt

00:33:23: sage ich das Wort Benjamin nicht.

00:33:25: Benjamin wird ein Phenonym für ganz viele Sachen.

00:33:27: Genau,

00:33:27: Benjamine!

00:33:29: Da benjaminen wir.

00:33:30: Benchervüe?

00:33:30: Wir haben

00:33:31: einen Bench-Avue.

00:33:32: Das finde ich gut.

00:33:33: Wir haben

00:33:33: dann ein Benchavu.

00:33:35: Das nehmen uns

00:33:36: mit.

00:33:36: Gut.

00:33:37: Wenn euch diese Folge etwas gegeben hat, dann teilt sie mit jemandem, den ihr kennt, der vielleicht gerade in der zweiten Reihe steht oder jemand, der das nicht sieht, dass jemand in der zweite Reihe aufhört.

00:33:47: und ja, wir freuen uns über Nachrichten, Gedanken, Momente in den Kommentaren.

00:33:52: Wir lesen das, wir antworten auch sehr gerne.

00:33:54: Wir führen gerne Gespräch mit euch, gibt uns Beispiele und ansonsten bleibt uns nichts zu sagen.

00:34:01: in diesem Sinne auf zur nächsten Folge und auf weniger Ben-ja-vues!

00:34:09: Schönen Tag, tschüss!

00:34:13: Wenn euch Vereinbarkeit Next gefällt dann teilt dem Podcast gern mit Menschen die sich für echte Vereinbartheit interessieren.

00:34:19: am meisten unterstützt ihr uns mit einer Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast.

00:34:23: Das hilft, sich bezuwerden zu bleiben und gehört zu werden.

00:34:26: Und wir freuen uns riesig über den Austausch mit euch!

00:34:28: Schreibt uns auf LinkedIn unter Ines Eischbacher und Susanne Holzer oder kommentiert direkt unter der Folge.

00:34:34: Bis zur nächsten Folge zwischen Mut, Macht, Karriere & Familie.

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